Allianz verdoppelte 2012 Gewinn auf 5,2 Mrd. Euro. Die Erholung der Finanzmärkte und das Ausbleiben großer Naturkatastrophen haben der Allianz, Europas größten Versicherer, im vergangenen Jahr einen Gewinnsprung beschert. Der Allianz-Konzern übertraf die Prognosen und verdoppelte den Gewinn auf 5,2 Mrd. Euro.

Erstellt am 21. Februar 2013 (15:06)

Vorstandschef Michael Diekmann zeigte sich am Donnerstag auch für das laufende Jahr optimistisch, trotz Belastungen für die Lebensversicherung. "Das überragende Geschäftsthema 2013 bleiben die niedrigen Zinsen."

"Der Jahresüberschuss hat sich mit 5,2 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahreswert wieder normalisiert", sagte Diekmann. Naturkatastrophen und Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen und Aktien hatten den Konzerngewinn im Vorjahr auf 2,5 Mrd. Euro halbiert - jetzt lief es bei den Finanzanlagen wieder rund. Auch die Schadenslast war niedrig. Außerdem entwickelt sich das rasant wachsende Fondsgeschäft glänzend: Zum ersten Mal erwirtschaftete diese Sparte ein höheres Betriebsergebnis als die Lebens- und Krankenversicherung.

"Wir erzielten 2012 mit 9,5 Mrd. Euro das beste operative Ergebnis seit Beginn der Finanzkrise 2008," sagte der Vorstandschef. Für das laufende Jahr stellte er das gleiche Ergebnis in Aussicht. Weil die Restrukturierungskosten von 300 Mio. Euro künftig schon im operativen Ergebnis verbucht werden, "gehen wir für 2013 von einem operativen Ergebnis von 9,2 Mrd. Euro plus/minus 500 Mio. Euro aus", sagte Diekmann. De facto entspreche das den 9,5 Mrd. des vergangenen Jahres.

Gut lief es in der wichtigsten Sparte, der Schaden- und Unfallversicherung. Die Allianz konnte Preiserhöhungen durchsetzen, die Beitragseinnahmen und Ergebnisse stiegen in fast allen Märkten.

Als Dividende will die Allianz wie in den vergangenen Jahren unverändert 4,50 Euro an die Aktionäre zahlen.