Alpine Holding soll geschlossen werden. Alpine-Masseverwalter Karl F. Engelhart hat am Dienstag beim Handelsgericht Wien den Antrag auf Schließung der Alpine-Dachgesellschaft Alpine Holding GmbH eingebracht. "Eine Sanierung der Schuldnerin ist nicht beabsichtigt und auch nicht möglich", teilte der Österreichische Verband Creditreform (ÖVC) mit. Auf die Gläubiger hat eine Schließung aber keine spezifischen Auswirkungen.

Erstellt am 09. Juli 2013 (12:48)

Die einzige Beteiligung der Alpine Holding ist eine mittelbare über die Hoch & Tief Bau Beteiligungs GmbH an der insolventen Alpine Bau GmbH. Unternehmerisch sei die Dachgesellschaft, die keine Dienstnehmer beschäftigt, "offenbar nur mit der Beschaffung der finanziellen Mittel für die Alpine Unternehmensgruppe" gewesen - etwa durch die Ausgabe von drei Firmenanleihen und Haftungsübernahmen, so der ÖCV.

Die Schließung der Alpine Holding sei demnach nur mehr ein "Formalakt", sagte Gerhard Weinhofer vom ÖVC am Dienstagmittag zur APA. Das Handelsgericht werde heute oder "spätestens" morgen zustimmen. Es bringe nichts, ein Unternehmen fortzuführen, das für die Masse keine Erlöse bringen könne, die Holding habe bereits zugestimmt.

Die Holding begab insgesamt drei Anleihen. Die letzte, die im Mai 2012 als "solide" und "zukunftsorientiert" beworben worden war, beschäftigt die Finanzmarktaufsicht (FMA) noch. Die Behörde hatte ihre Untersuchung im Oktober des Vorjahres aufgenommen, nachdem in Medien von Finanzproblemen der Alpine die Rede war - möglicherweise war es erforderlich, diese Schwierigkeiten ad hoc zu melden.