„Am 1. April nicht in die Banken stürmen“ . Banken, Seniorenvertreter und die zuständige Landesrätin appellieren an ältere Menschen, Pensionen nicht gleich morgen von der Bank zu holen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 31. März 2020 (10:43)
Viele Bankgeschäfte lassen sich online oder per Telefon erledigen - oft ist es nicht nötig, zur Bank zu kommen.
Shutterstock/Gyorgy Barna

Der 1. April ist da. Und der ist nicht nur traditionellerweise für Scherze bekannt, sondern ist wie jeder Monatserste ein Tag, an dem vor allem Pensionisten gern für etwa Pensionsbehebungen in die Banken kommen. Das bedeutet jedoch eine höhere Frequenz in den Banken – und in Zeiten von Corona eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Menschenansammlungen und direkte Kontakte sind zu vermeiden, um einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu entgehen – die Vorgehensweise ist bekannt. Gerade Risikogruppen und ältere Menschen sind bei einer Ansteckung besonders gefährdet. „Gerade deshalb möchte ich an alle appellieren, am 1. April nicht gleich die Banken zu stürmen, sondern zu überlegen, ob diese Tätigkeit auch durch andere erledigt werden kann und wenn nicht, vielleicht ein paar Tage später die Pension abzuholen,“ so Senioren-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. Die Bargeldversorgung in Österreich sei jedenfalls sichergestellt.

Oft werden auch Vollmachten akzeptiert

Manche Banken würden auch eine Vollmacht für Vertrauenspersonen annehmen, heißt es. „Wir möchten grundsätzlich anregen, die vielen Unterstützungsangebote bei den Besorgungen des täglichen Lebens anzunehmen. Viele Gemeinden haben Anlaufstellen dafür eingerichtet und Familie oder Freunde stehen bereit. So können Sie sich und Ihr Leben schützen“, weisen der Landesobmann der NÖ Senioren, Herbert Nowohradsky und Hannes Bauer, Landespräsident des Pensionistenverbands NÖ, auf die verschiedenen Angebote hin.

Wer in die Bank muss: Termin vereinbaren

Die Banken selbst setzen auch vermehrt auf Telefon- und Online-Services. Und appellieren an die älteren Menschen, Besuche in der Bankfiliale so gut es geht zu vermeiden. „Vor allem ältere Mitmenschen sollten zu ihrem persönlichen Schutz die Filialen nach Möglichkeit nicht zu Stoßzeiten in der Früh oder zu Monatsanfang besuchen“, betont etwa Martin Hauer, Vorstand Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien. Als Alternative sollen Bankgeschäfte via Telefon abgewickelt werden. Wer dringend in eine Filiale kommen muss, soll vorab einen Termin mit seinem Bankberater vereinbaren. Auch die Hypo NOE verweist auf ihre Online-Services. Zwar seien die Bankberater persönlich verfügbar, die Hypo NOE bittet aber Kunden, Besuche zu vermeiden.