Am Bau geht's bergauf. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Auftragslage am Bau um acht Prozent. Aufträge aus dem öffentlichen Bereich bleiben jedoch weiter Sorgenkinder.

Erstellt am 21. August 2011 (20:32)
NOEN, www.BilderBox.com (www.BilderBox.com)
Bauarbeiter errichtet eine Ziegelmauer [ (c) www.BilderBox.com, Erwin Wodicka, A-4063 Breitbrunn, Tel. +43 676 5103 678. Verwendung nur gegen HONORAR, BELEG, URHEBERVERMERK und den AGBs auf www.bilderbox.com ] in an am um im auf einer beim mit and , /, Arbeit, Arbeiten, Arbeitnehmer, Arbeitnehmern, Arbeitskraefte, Arbeitskraeften, Arbeitskraft, Arbeitskräfte, Arbeitskräften, Arbeitsmarkt, Arbeitsmarktsituation, Arbeitsplaetzen, Arbeitsplatz, Arbeitsplätze, Arbeitsplätzen, Arbeitsplatzfoerderungen, Arbeitsplatzförderungen, Arbeitswelt, Arbeitswelten, Arbeitszeit, Bau, Bauarbeiter, Bauarbeitergewerkschaft, Bauarbeitern, Baubewilligung, Baubranche, bauen, Baugewerbe, Baustelle, Bauunternehmen, Bauunternehmer, Bauwesen, Bauwirtschaft, Beruf, Berufe, Betrieb, Betriebe, Betrieben, business, economy, employee, Gehalt, Geschaeftswelt, Geschäfte machen, Geschäftliches, Geschäftswelt, Gewerbebau, Gewerbebetriebe, Gewerbebetrieben, Grossbaustelle, Grossbaustellen, Großbaustelle, Großbaustellen, Handwerk, Handwerker, Handwerksbetrieben, Hochbau, Job, Kleinbetrieben, Kleingewerbe, Loehne, Loehnen, Lohn, Löhne, Löhnen, Meisterbetrieb, Mittelbetrieben, Schwerarbeit, Schwerarbeiter, Stellenmarkt, Tiefbau, UNternehme, Unternehmerisches, Volkswirtschaft, wirtschaftliches, Wirtschaftsprogramm, work, working time
VON GERTI SÜSS

Lange galt die Baubranche als Problemfall. Nun hat sich die Auftragslage im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent verbessert. „Der Auftragsstand war im Vorjahr zwar sehr niedrig“, gibt Harald Schweiger, Geschäftsführer der Bauinnung der Wirtschaftskammer Niederösterreich, zu. Dennoch sei diese Entwicklung ein „Silberstreif am Horizont“.

Bald wieder mehr Produktion dank privater Aufträge
 
Laut Bauinnungs-Geschäftsführer sollten sich die vermehrten Aufträge spätestens in einem Jahr positiv auf die niederösterreichische Bauproduktion auswirken. Obwohl die Herkunft der Aufträge in der Bauinnung nicht umfassend aufgeschlüsselt ist, schätzt Schweiger, dass die meisten Aufträge aus dem privaten Bereich kommen, denn: „Die öffentlichen Aufträge sind nach wie vor ein Sorgenkind“, erklärt Schweiger.
Ein Hauptgrund dafür ist, dass die Gemeinden noch immer zu wenig Geld für Bauprojekte haben. Und das sei immer noch sehr schmerzhaft für die Bauindustrie. „Schließlich lebt ein Bauunternehmen im Schnitt zu einem Drittel von öffentlichen Aufträgen“, betont Schweiger. Aus diesem Grund ist die gesamte Bauproduktion im Vergleich zum Vorjahr um 11,3 Prozent gesunken. Im privaten Bereich hielt sich die Bauproduktion jedoch konstant.
Heuer wird es laut Schweiger in Niederösterreich rund 6000 bewilligte Bauvorhaben für Ein- und Zweifamilienhäuser geben, was in etwa einem Sechstel der österreichweit bewilligten Neubauten entspricht. Bundesweit sollen laut Wirtschaftsinstitut (WIFO) heuer 38.800 Neubauten bewilligt werden – das ist ein Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Bauen ist erneut teurer geworden

Eine eher schlechte Nachricht für die Häuslbauer stellt der kürzlich veröffentlichte Baukostenindex der Statistik Austria dar: Hausbauen ist erneut teurer geworden. Seit Juli 2010 stiegen die Kosten für den Wohn- und Siedlungsbau um 2,1 Prozent.
Grund dafür sind laut Bauinnungs-Geschäftsführer Schweiger in erster Linie Materialkostensteigerungen wie zum Beispiel jene beim Baustahl. Auch die höheren Treibstoffpreise wirkten sich auf die Baubranche aus – und würden an die Bauleute weitergegeben werden.
 
Bei Ziegeln kam es zu vergleichsweise geringeren Preissteigerungen. So stiegen die Preise der Wienerberger-Produkte aufgrund „inflationärer Kostensteigerungen“ im Vergleich zum ersten Halbjahr 2010 um durchschnittlich ein Prozent.
Wienerberger, seines Zeichens Marktführer und weltweit größter Ziegelproduzent, konnte seinen Gewinn im Halbjahresvergleich heuer um 58 Prozent steigern. Die Entwicklung im Absatzgebiet Niederösterreich bezeichnet Wienerberger-Vorstandsmitglied Johann Windisch als „durchaus positiv“. Insgesamt verlaufe die Nachfrage nach Baustoffen in Österreich derzeit stabil. Ein Marktwachstum gab es eher in West- und Osteuropa.