Vision für FJ-Bahn. Studie als Basis für Ausbau. 660 Millionen Euro sollen Franz-Josefs-Bahn zukunftsfit machen.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 13. September 2016 (02:11)
NOEN, Foto: Martin Kalchhauser
ÖVP-Verkehrslandesrat Karl Wilfing (2. v. l.) und ÖBB-Infrastrukturvorstand Franz Bauer stellten ambitionierte Ausbaupläne für die Franz-Josefs-Bahn vor. SPÖ-Landesrat Maurice Androsch (l.) und ÖVP-Abgeordneter Jürgen Maier (r.) sagten volle Unterstützung der Region zu.

Wie kann die Franz-Josefs-Bahn (FJB), die längste Pendlerstrecke in Niederösterreich, zukunftsfit gemacht werden? Dank einer großen Studie, deren Zahlen außer Streit stehen, gibt es jetzt eine Basis, zu der VP-Verkehrslandesrat Karl Wilfing und ÖBB-Infrastrukturvorstand Franz Bauer in der Vorwoche ein Bekenntnis ablegten.

Wilfing nannte die Pläne „ambitioniert“. In drei Phasen soll es mit der FJB aufwärts gehen. Phase I (87 Millionen Euro) zielt auf Komfortgewinn im Zug (in neuen Cityjets) und eine streckenweise Beschleunigung auf 160 km/h. Phase II (93 Millionen) soll den Bahnhof Hof durch einen eigenen Ast massiv aufwerten. In Phase III (480 Millionen) gibt es Großvorhaben, etwa umfassende Streckenbegradigungen, um Gmünd -Wien in 1:30 Stunden möglich zu machen.

Alles zusammen – Kosten: 660 Millionen Euro – würde auf der als „Lebensader des Waldviertels“ bezeichneten Strecke einen Anstieg von derzeit 2.400 Fahrgästen pro Tag auf 3.420 bringen.

In der Region stoßen die Pläne auf Begeisterung. SPÖ-Landesrat Maurice Androsch und ÖVP-Mandatar Jürgen Maier sicherten als Sprecher des Regionalverbands Waldviertel einen „Schulterschluss aller Verantwortlichen“ zu. Jetzt müssen „nur“ mehr die Minister Jörg Leichtfried (Verkehr/SPÖ) und Hans Jörg Schelling (Finanzen/ÖVP) überzeugt werden …