AMS subventioniert ältere Langzeitarbeitslose. Gemeinden und gemeinnützige Vereine müssen für beschäftigte Über-50-Jährige, die zumindest ein halbes Jahr lang arbeitslos waren, nur 350 Euro im Monat bezahlen. Den Rest übernimmt das Arbeitsmarktservice.

Von Heinz Bidner. Erstellt am 25. Juni 2014 (13:47)
„Eine große Herausforderung sind ältere Langzeitarbeitlose“, sagt Landesvize Wolfgang Sobotka (VP) zu deren Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Im Vorjahr waren im Schnitt rund 4.800 Über-50-Jährige in NÖ langzeitarbeitslos.

Gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice (AMS) und dem Sozialministeriumservice (zuvor Bundessozialamt genannt) präsentierte Sobotka nun eine entsprechende neue Aktion.

Demnach unterstützt das AMS NÖ die Beschäftigung von Menschen zwischen 50 und 65 Jahren bei Gemeinden und gemeinnützigen Vereinen, wenn sie zumindest ein halbes Jahr lang arbeitslos waren. „Das geht für maximal drei Monate“, erklärt AMS-NÖ-Chef Karl Fakler. In dieser Zeit werden die Langzeitarbeitslosen beim Landes-Verein Jugend und Arbeit beschäftigt.

Sie erhalten bei einer 40-Stunden-Woche brutto 1.500 Euro im Monat. Die gesamten Lohnkosten von 2.200 Euro werden dabei überwiegend vom AMS getragen. Den Rest – 350 Euro – zahlt die Gemeinde dem Verein als Überlassungsgebühr. Bei 20 Wochenstunden ist es nur die Hälfte.

Hoffnung auf dauerhafte Beschäftigung

„Ältere Arbeitslose können damit zeigen, was sie können, und dass sie wollen“, erklärt Fakler die Idee hinter der Aktion. Damit bestehe die Hoffnung, dass sie ganz von der jeweiligen Gemeinde übernommen werden.

Die Aktion ist vorerst zeitlich unbegrenzt angesetzt und startete mit Juni. Drei Gemeinden haben sich bereits gemeldet. Für heuer rechnet Karl Fakler mit 300 bis 400 Förderfällen und Kosten von rund 1,8 Millionen Euro für seine Institution.

Für Betriebe gibt es übrigens schon bislang eine Förderung, wenn sie – aus Sicht des AMS – allgemein schwer vermittelbare Arbeitslose einstellen. Dann kann das AMS NÖ bis zu zwei Drittel der Lohnkosten übernehmen - und das ein bis zwei Jahre lang.