66 Millionen Euro für Arbeitnehmer . Jeder vierte Arbeitnehmer ließ sich 2018 von der Arbeiterkammer in arbeits- und sozialrechtlichen Fragen beraten. Rund 66 Millionen Euro konnten für sie zurückgeholt werden.

Von Melanie Baumgartner. Erstellt am 18. Februar 2019 (13:42)
Alexandra Kromus
AKNÖ-Präsident Markus Wieser

Im Jahr 2017 holte die Arbeiterkammer noch 50,8 Millionen Euro zurück, 2018 waren es schon 66,1 Millionen. Dabei wurde 1.400 Mal direkt bei den Unternehmen selbst interveniert, in 2.600 Fällen zog man für die Arbeitnehmer vor Gericht. „Diese Zahlen machen deutlich: Wenn es die AK Niederösterreich nicht gäbe, wären die Beschäftigten im Land spürbar schlechter dran“, erklärt AK NÖ-Präsident Markus Wieser.

Finanzielle Ansprüche und Arbeitslosenversicherung waren 2018 Top-Themen

Die häufigsten Anliegen im Bereich des Arbeitsrechts hat es hinsichtlich finanzieller Ansprüche, gefolgt von Ungereimtheiten bei Beendigung des Dienstverhältnisses und Fragen zur Elternkarenz gegeben. Im Sozialrecht waren die Themen Arbeitslosenversicherung, Pensionsversicherung und Altersteilzeit sowie Krankenversicherung am meisten gefragt.

Falls notwendig, zieht die Arbeiterkammer für die Arbeitnehmer auch vor Gericht. Mitglieder erhalten kostenlos Rechtsschutz, wobei das Alter des Arbeitnehmers, die gearbeiteten Stunden oder der Ort der Beschäftigung egal sind.

Möglichst rasch AK kontaktieren

Die Leiterin der Arbeits- und Sozialrechtsabteilung der AK NÖ, Doris Rauscher-Kalod, appelliert an die Arbeitnehmer, dass sie sich bei Problemen möglichst rasch bei der AK melden sollen. Via Telefon oder E-Mail ist das besonders schnell möglich. Bei zu langem Warten können schlagend werden. Wichtig sind zudem Arbeitszeitaufzeichnungen, um eine korrekte Entlohnung überprüfen zu können. Außerdem sollen alle relevanten Unterlagen, wie Dienstzettel und Arbeitsvertrag, aber auch Mails und Anweisungen vom Dienstgeber aufbewahrt werden.