Arbeitslosigkeit im Juli deutlich gesunken. Die Arbeitslosigkeit ist auch im Juli deutlich zurückgegangen. Derzeit suchen 262.904 Personen einen Job, um 10.839 weniger als im Juli 2010. Während die Arbeitslosenzahl nur minimal um 1.916 auf 209.743 zurückgegangen ist, hat sich die Zahl der Schulungen um 14,4 Prozent auf 53.161 reduziert, teilte das Wirtschaftsministerium am Montag mit.

Erstellt am 01. August 2011 (13:43)

Die Arbeitslosigkeit ist auch im Juli deutlich zurückgegangen. Derzeit suchen 262.904 Personen einen Job, um 10.839 weniger als im Juli 2010. Während die Arbeitslosenzahl nur minimal um 1.916 auf 209.743 zurückgegangen ist, hat sich die Zahl der Schulungen um 14,4 Prozent auf 53.161 reduziert, teilte das Wirtschaftsministerium am Montag mit.

Bei den Langzeitarbeitslosen gab es gar einen Rückgang der Jobsuchenden von 26 Prozent auf nunmehr 4.787. Bis auf Wien und Kärnten gab es überall einen Rückgang bei den vorgemerkten Arbeitslosen. Besonders beachtlich: In Vorarlberg ging die Zahl um 16,3 Prozent zurück. Hier gibt es mit 17 Prozent auch das größte Plus an offenen Stellen.

Insgesamt lag die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition im Juli bei 5,6 Prozent (minus 0,2 Prozent), teilte das Sozialministerium am Montag mit. Besonders im Bereich der Warenherstellung brummte im Juli 2011 der Arbeitsmarkt, hier ging die Zahl der Arbeitslosen um 13,8 Prozent zurück. Im Tourismus gab es hingegen ein Plus von 0,3 Prozent, im Gesundheits- und Sozialwesen gar von 5 Prozent.

Auffällig ist, dass die Arbeitslosigkeit bei Männern sinkt (minus 3 Prozent), aber bei Frauen steigt (plus 1,4 Prozent). Auch zwischen Inländern und Ausländern öffnet sich die Schere. Während bei ersteren die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen um 2,8 Prozent sank, legte sie bei ausländischen Mitbürgern um 8,9 Prozent zu.

Wirtschaftskammer-Präsident Leitl warnt vor dem "würgenden Mangel an Fachkräften". Er forderte einmal mehr eine Bildungsreform. FPÖ-Sozialsprecher Kickl zeigte sich enttäuscht von den Regierungsmaßnahmen für den Arbeitsmarkt. Er warnte davor, dass die guten Zahlen verheimlichen würden, dass es sich bei vielen Beschäftigungsverhältnissen um sogenannte "McJobs" handelt, also um Arbeit, von denen die Beschäftigten kaum leben könnten. Die Grüne Arbeitnehmersprecherin Schatz forderte einmal mehr einen gesetzlichen Mindestlohn, mit dem die wirksam Armut bekämpft werden könne.