Arbeitslosigkeit sank im Juni um 2,3 Prozent. Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist im Juni erneut gesunken, damit gab es bereits den 16. Monat in Folge eine sinkende Arbeitslosigkeit. Die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen ging im Vorjahresvergleich um 2,3 Prozent auf 207.944 Personen zurück. Rechnet man die Schulungsteilnehmer dazu, waren Ende Juni 268.866 Menschen ohne Job, ein Rückgang zu 2010 um 5,5 Prozent ("Nettoveränderung").

Erstellt am 01. Juli 2011 (11:18)

Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist im Juni erneut gesunken, damit gab es bereits den 16. Monat in Folge eine sinkende Arbeitslosigkeit. Die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen ging im Vorjahresvergleich um 2,3 Prozent auf 207.944 Personen zurück. Rechnet man die Schulungsteilnehmer dazu, waren Ende Juni 268.866 Menschen ohne Job, ein Rückgang zu 2010 um 5,5 Prozent ("Nettoveränderung").

Aufgegliedert in einzelne Gruppen am Arbeitsmarkt zeigt sich ein differenziertes Bild: Bei Männern, Jugendlichen und Inländern sank die Arbeitslosigkeit, bei Frauen, Ausländern und Älteren (ab 50 Jahren) gab es einen Anstieg. In den meisten Bundesländern waren Ende Juni weniger Arbeitslose gemeldet, nur in Kärnten und Wien stieg die Arbeitslosigkeit. Die Beschäftigung wuchs deutlich und erreichte mit einem Plus von 63.000 aktiv Beschäftigten einen neuen Beschäftigtenrekord für Juni. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen stieg um 7,9 Prozent auf 36.653 weiter an.

Die Industriearbeitslosigkeit sank im Juni um 15,7 Prozent überdurchschnittlich stark im Vergleich zu den anderen Branchen und erreichte beinahe das niedrige Niveau der Hochkonjunkturjahre 2007 und 2008, sagte Arbeits- und Sozialminister Hundstorfer am Freitag. Dies zeige sich auch in den Bundesländern mit großem Industriesektor wie Vorarlberg (minus 21,5 Prozent Arbeitslose), Oberösterreich (minus 11,1 Prozent) und Steiermark (minus 8,4 Prozent), die im Juni die beste Arbeitsmarktentwicklung aller Bundesländer aufwiesen.

Auch am Bau sank die Arbeitslosigkeit deutlich, im Handel sowie im Tourismus ging sie ebenfalls zurück. Im Gesundheits- und Sozialwesen hingegen war ein Anstieg um 5,1 Prozent zu verzeichnen.

Die Kurzarbeit ist praktisch vorbei - statt zehntausenden Kurzarbeitern am Höhepunkt der Krise gibt es per Ende Juni nur noch 227 Beschäftigte in Kurzarbeit in ganz Österreich. Kräftig ging auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Juni zurück, nämlich um 26,8 Prozent auf 4.804 Personen. Die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit sank um zwei Tage auf 93.