Asfinag prüft Weiterführung der Baustellen. Anfang der Vorwoche hat die Asfinag angekündigt, alle nicht unbedingt notwendigen Baustellen einzustellen. Am Donnerstag ging ein Schreiben an die Auftragnehmer der Asfinag: Weiterführung wird geprüft.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 23. März 2020 (11:56)
ASFINAG

Am Montag der Vorwoche hat die Asfinag angekündigt, alle „nicht unmittelbar für die Aufrechterhaltung des Verkehrsflusses“ notwendigen Baustellen auf Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich zu stoppen. Dies gelte, so die Auskunft der Asfinag gegenüber der NÖN von Montag, etwa auch für den Ausbau der dritten Spur der A4 zwischen Göttlesbrunn und Fischamend. Für Verwirrung in der Baubranche sorgte jetzt aber ein Schreiben der Asfinag Bau Management GmbH, das an alle Asfinag-Auftragnehmer gerichtet ist. Das Schreiben ist datiert mit 19. März und gezeichnet von Andreas Fromm und Alexander Walcher, den beiden Geschäftsführern.

„Bestreben“, dass „Baustellen doch noch fortgeführt werden“

Darin heißt es: „Wir ersuchen Sie, abgestellt auf den jeweiligen Ort der Baustelle bzw. der für die Leistungserbringung maßgeblichen Orte, im Einvernehmen mit uns festzulegen, ob und wenn ja, in welcher Form, eine Weiterführung der jeweiligen Baustelle unter der Berücksichtigung der Maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus und der damit einhergehenden rechtlichen Vorgaben möglich ist.“ Und weiter: „Das zeigt auch unser Bestreben, dass Baustellen – auch im übergeordneten volkswirtschaftlichen Interesse – gemeinschaftlich doch noch fortgeführt werden können.“

Klärung zur Weiterführung läuft

Somit könnte also gut sein, dass entgegen der ursprünglichen Ankündigung nicht nur dringende Sofortmaßnahmen wie Reparaturen von Fahrbahnschäden in den kommenden Tagen von der Asfinag auf Österreichs Schnellstraßen und Autobahnen durchgeführt werden. Auf Nachfrage der NÖN erklärt eine Sprecherin: „Für alle Baustellen wurden Sicherungsmaßnahmen vorgenommen bzw. laufen diese gerade. Je nach Baustelle – also das betrifft all jene, die es bereits am Netz gibt, die also bereits eingerichtet sind – klären wir mit den Auftragnehmern, ob weitere Baumaßnahmen weitergeführt werden können. Das natürlich ausschließlich unter Einhaltung der derzeit geltenden Vorgaben der Regierung und unter Einhaltung aller Maßnahmen zur Gesundheitssicherung.“