AUA-Verlust von 35 Mio. Euro trotz Quartalsgewinns. Ein kleiner Betriebsgewinn von 21 Millionen Euro im zweiten Quartal hat bei den Austrian Airlines (AUA) nicht ausgereicht, das verlustreiche Winterquartal (56 Mio. Euro) wettzumachen. Im ersten Halbjahr 2013 weist die AUA deshalb weiter einen operativen Verlust von 35 Mio. Euro aus. Auch die deutsche Lufthansa ist wegen hoher Sanierungskosten in einen Verlust von 204 Mio. Euro geflogen.

Erstellt am 02. August 2013 (11:00)

Der Vorstand der österreichischen Lufthansa-Tochter AUA hält wegen der Früchte des Sparprogramms und Erwartungen einer stärkeren zweiten Jahreshälfte weiterhin am Plan fest, im Gesamtjahr die roten Zahlen hinter sich zu lassen. "Wir sind auf gutem Kurs und halten am Ziel des Turnarounds für 2013 fest", schrieb Vorstandschef Albrecht am Freitag in der Quartalsnachricht.

Die harte Sanierungsarbeit spiegle sich in den Quartalszahlen nieder. Ergebnissteigernd habe heuer vor allem die Eindämmung des Kostenanstiegs gewirkt. Der Umsatz der Fluggesellschaft sank im Halbjahr um 5,1 Prozent auf 977 Mio. Euro. Im ersten Halbjahr wurden drei Prozent weniger Passagiere befördert, es waren auch weniger Maschinen im Einsatz.

Die deutsche Lufthansa schrieb ebenfalls rote Zahlen. Gab es vor einem Jahr nach angepassten Zahlen noch ein Plus von 50 Mio. Euro, sind es heuer 204 Mio. Euro Verlust. Der operative Gewinn schrumpfte nun um 69 Prozent auf 72 Mio. Euro. "Bereinigt um die Umbaukosten und positive Sondereffekte aus dem Vorjahr hat sich das operative Ergebnis allerdings um 233 Millionen Euro verbessert", sagte Finanzchefin Simone Menne.

Der Umsatz des Lufthansa-Konzerns lag in den ersten sechs Monaten nahezu unverändert bei 14,5 Mrd. Euro. Im Gesamtjahr strebt der Vorstand des 117.000 Mitarbeiter starken Unternehmens weiterhin einen operativen Gewinn über dem Vorjahresniveau von 524 Mio. Euro an.

Die Lufthansa hat bereits bei ihrer Bilanzpressekonferenz angekündigt, dass die Konzernbilanzen 2012 noch abgeändert würden, weil eine rückwirkende technische Bilanzierungsänderung Einmaleffekte bei der AUA, aber auch im Zusammenhang mit der verkauften Tochter bmi, in der Lufthansa-Bilanz für 2012 deutlich höher ansetzen würde.