Erste Etappe für „Haus der Digitalisierung“. Neue Knotenpunkte in St. Pölten, Krems, Wiener Neustadt, Wieselburg und Klosterneuburg bündeln digitales Know-how.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 15. Mai 2018 (03:34)
NOEN, Martin Hörmandinger
Starteten die erste Etappe für das „Haus der Digitalisierung“: Ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki, Digitalisierungsmanager Johannes Eßmeister, WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl, Landesrätin Petra Bohuslav, Georg Bartmann vom Amt der NÖ Landesregierung sowie der kaufmännische Ecoplus-Geschäftsführer Jochen Danninger (von links).

Die Digitalisierung ist eines der großen Zukunftsthemen, denen sich das Land offensiv stellen will. Neben dem Ausbau der digitalen Infrastruktur in dünn besiedelten Regionen wie dem Waldviertel oder dem Voralpengebiet, ist die Vernetzung von Forschung, Bildungseinrichtungen, Wirtschaft und öffentlichen Institutionen eine der großen Herausforderungen. Das Leuchtturmprojekt dafür ist das „Haus der Digitalisierung“.

Den Startschuss dafür gab Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav gemeinsam mit Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl in der FH St. Pölten, die als Knotenpunkt für dieses neue Kompetenz-Netzwerk dienen wird. Weitere Knotenpunkte gibt es in Krems, Wiener Neustadt, Wieselburg und Klosterneuburg. Ziel dieser Punkte ist es, dass sie das digitale Know-how bündeln und den Zugang von Betrieben zu wissenschaftlichen Einrichtungen erleichtern.

"Digitalisierung betrifft alle Bereiche des Lebens und der Wirtschaft"

„Das Haus der Digitalisierung ist in einem ersten Schritt als niederösterreichisches Ökosystem aus Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung konzipiert“, erklären Bohuslav und Zwazl. In der Folge sollen gemeinsam Leitprojekte umgesetzt und das disziplinübergreifende Arbeiten über Institutsgrenzen hinweg forciert werden.

Die Etablierung dieses Netzwerks ist der erste Schritt. Als zweiter Schritt folgt ein virtuelles „Haus der Digitalisierung“ ehe dann 2022 in Tulln das physische „Haus der Digitalisierung“ errichtet wird. Hier geht es dann darum, die aktuellen Entwicklungen anschaulich zu demonstrieren und die Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung zu fördern. „Die Digitalisierung betrifft alle Bereiche des Lebens und der Wirtschaft. Sie ist einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren der Zukunft“, skizziert Ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki, der für die operative Umsetzung verantwortlich ist.