Bankgarantie letzte Deadline für dayli bis Freitag. Letzte Deadline für die Drogeriekette dayli und ihre noch verbliebenen rund 1.260 Mitarbeiterinnen: Insolvenzverwalter Rudolf Mitterlehner macht das Unternehmen am Freitag zu, wenn nicht bis dorthin ein Investor eine Bankgarantie in Höhe von 1,15 Mio. Euro für die Abdeckung des Verlusts der nächsten Tage legt. Fließt das Geld, wird die Kette bis 16. August weitergeführt.

Erstellt am 07. August 2013 (12:16)

Bis Freitag 12.00 Uhr muss ein Investor eine Bankgarantie in Höhe von 1,15 Mio. Euro legen, präzisierte Creditreform-Geschäftsführer Gerhard Weinhofer am Mittwoch im Gespräch mit der APA. Die Masseverwalter spielen also auf Zeit.

Dass dayli-Eigentümer Martin Zieger selbst als Investor auftritt und Geld zuschießt, glaubt Weinhofer nicht: "Da wird auf einen Dritten gehofft. Jetzt hat man schon ein paar Monate Gespräche geführt, irgendwann muss das auch abgeschlossen werden." Im Unternehmen gibt man sich dazu zugeknöpft.

Das erhoffte Umsatzplus durch eine Minus-40-Prozent-Aktion ab 1. August sei zu gering ausgefallen. Die Finanzierung des Unternehmens bis zur Abstimmung über den Sanierungsplanvorschlag könnte mit einer Bankgarantie gesichert werden. "Wir können mit dem Schließungsantrag leider nicht mehr länger warten", so der für die Fortführung zuständige Insolvenzverwalter Thomas Zeitler. Die dayli-Geschäftsführung und Zieger stimmten der Schließung zu, sollte sich bis Freitag niemand finden, heißt es.

Laut Masseverwalter würde die Schließung nicht das Aus für das Unternehmen und die Arbeitsplätze bedeuten: Es gebe bereits Interessenten für einen Asset Deal. "Ich gehe davon aus, dass einige Investoren warten, bis das Unternehmen geschlossen ist, damit dann die interessanten Unternehmensteile herausgekauft und die benötigten Dienstnehmer wieder neu eingestellt werden können", sagte Mitterlehner.