"Bauern sorgen auch in der Krise für Lebensmittel". Landeshauptfrau-Stellvertreter Pernkopf und LK-Präsident Schmuckenschlager trafen Vertreter der Bauernschaft zur Lagebesprechung. Dabei versicherten alle, dass die Versorgung mit heimischen Lebensmitteln gesichert ist, betont Pernkopf.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 24. März 2020 (09:30)
NLK/Pfeifer

Um über die derzeitige Situation der Versorgungssicherheit zu sprechen, luden Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Landwirtschaftskammer-NÖ-Präsident Johannes Schmuckenschlager Vertreter der Bauernschaft, der Verarbeitung und des Handels zu einer aktuellen Lagebesprechung. 

Die brachte eine gute Nachricht für alle Niederösterreicher: "Alle haben mir heute versichert, dass die Versorgung gesichert ist und alle Tag und Nacht mit vollem Einsatz arbeiten, damit das auch weiterhin gilt. In dieser Zeit helfen und halten wir alle zusammen", sagt Pernkopf. Die Agrarstruktur, mit Familienbetrieben und einer flächendeckenden Bewirtschaftung, mache sich absolut bezahlt. Die gute Zusammenarbeit der gesamten Branche, von der Urproduktion über die Verarbeitung bis hin zum Vertrieb und dem Handel sei gerade jetzt besonders notwendig. 

Feldarbeiten laufen, Saisonarbeiter fehlen

Schmuckenschlager identifizierte den Bedarf an Arbeitskräften als eines der aktuell drängenden Problemfelder: „Die Feldarbeiten sind bereits im Gange, hier kommt es aktuell zu angespannten Situationen, weil Saisonarbeitskräfte fehlen. Genauso brauchen die Bäuerinnen und Bauern in der Tierhaltung Unterstützung, da auch hier momentan Arbeitskräfte ausbleiben. Damit die Lebensmittelversorgung sichergestellt ist und bleibt, müssen alle jetzt notwendigen Arbeiten zeitgerecht durchgeführt werden", sagt Schmuckenschlager. Um schnell helfende Hände zu finden, wurden die Online-Plattform www.dielebensmittelhelfer.at gestartet, bei der sich seit vergangener Woche bereits österreichweit 7.000 Personen gemeldet haben. "Das ist ein großer Zwischenerfolg, aber wir werden noch zusätzliche Kräfte brauchen", betont der LK-Präsident. 

Dass auch in den Hofläden gerade auf Hochtouren arbeiten, betonte Johann Höfinger, Obmann der NÖ Direktvermarkter. „Sie leisten momentan Gewaltiges, halten ihre Hofläden zur Versorgung der Menschen unter den geänderten Rahmenbedingungen offen und entwickeln auch neue Angebote, wie Online-Shops oder Direktlieferung vor die Haustüre der Konsumentinnen und Konsumenten.“

20 bis 25 Prozent der heimischen Fleisch- und Milchprodukte kommen von NÖ-Höfen

Insgesamt liegen 50 Prozent der heimischen Ackerflächen in Niederösterreich, außerdem kommen zwischen 20 und 25 Prozent der heimischen Fleisch- und Milchprodukte von niederösterreichischen Höfen. Die Landwirte leisten damit einen großen Teil zur Versorgungssicherheit, betonen Pernkopf und Schmuckenschlager. „Wir möchten den Bäuerinnen und Bauern unseren ganz besonderen Dank aussprechen. Durch ihren unermüdlichen Einsatz versorgen sie uns auch in diesen herausfordernden Zeiten mit den täglichen Lebensmitteln.“