Bauernbund fordert "Green Deal" mit Handel. Nachhaltigkeitsregeln für heimische Bauern sollen auch für den Handel gelten. Das verlangt der Bauernbund-Präsident Georg Strasser.

Von Sabrina Luger. Erstellt am 14. Februar 2020 (12:27)
Der Bauernbund-Präsident Georg Strasser wünscht sich durch den "Green Deal" mit dem Handel einen Schutz für heimische Bauern.
Paul Gruber

Der Bauernbund-Präsident Georg Strasser fordert einen „Green Deal“ mit dem Handel. Er bezieht sich dabei auf den „Europäischen Green Deal“ der EU-Kommission, der in den kommenden Jahren Europa sauberer, nachhaltiger und grüner machen soll. Im Zuge dessen würde nämlich auch die Landwirtschaft neue Maßnahmen zum Klimaschutz etablieren müssen. Das betreffe unter anderem den Einsatz von Pflanzenschutzmittel und die Verringerung des CO2-Ausstoßes. Dadurch würden Bauern Investitionen in Kauf nehmen müssen und höheren Auflagen gerecht werden, so der Bauernbund-Präsident.

Gemeinsam an einem Strang ziehen

Strasser fordert nun einen "Green Deal" gemeinsam mit dem Handel, damit die klimafreundlichen Strategien auch tatsächlich ihre Wirkung zeigen und die heimischen Bauern nicht geschädigt werden. Der Bauernbund-Präsident betont: „Es ist nicht zu erklären, dass Handelsketten Erdäpfel aus Ägypten, Fleisch aus Südamerika oder Gemüse aus Fernost Vorrang geben und mit unfairen und unmoralischen Preisschlachten dann noch den Strukturwandel in der heimischen Landwirtschaft befeuern.“ Er verlangt eine angemessene monetäre
Abgeltung für österreichische Lebensmittel. Denn, so Strasser, dem Struktur-und Klimawandel kann man nur entgegentreten, wenn Bauern, Verarbeiter und Handel an einem Strang ziehen.