Reformpläne stoßen auf Widerstand. Bei der NÖ Gebietskrankenkasse haben Infoveranstaltungen stattgefunden.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 01. Mai 2018 (00:11)
NÖGKK
Alle demokratisch legitimierten Mittel seien gegen die Zerschlagung der NÖGKK denkbar, so Zentralbetriebsratsvorsitzender Fiala.

Die Reduktion der Sozialversicherungsträger von 21 auf maximal fünf. Die Zusammenlegung der Gebietskrankenkassen zu einer österreichischen Gesundheitskasse. Die Beitragseinhebung und -prüfung durch das Finanzamt und nicht wie bisher durch die Sozialversicherungsträger. Diese und weitere Themen rund um die geplante Sozialversicherungs-Reform waren Inhalt einer Informations-Betriebsversammlung, die in der Vorwoche in der NÖGKK für die Mitarbeiter abgehalten wurde.

„Kürzen heißt bei den Menschen sparen“, betonte Zentralbetriebsratsvorsitzender Michael Fiala dazu. Die Verunsicherung sei sowohl bei Versicherten als auch bei Mitarbeitern groß. Für Gegenmaßnahmen sei es noch zu früh, nachdem ja noch keine schriftlichen Ausfertigungen der Bundesregierung vorliegen. Diese werden erst in der ersten Mai-Hälfte erwartet. „Die Gewerkschaften GPA-djp und VIDA bereiten sich allerdings auf einen Arbeitskampf vor. Auch ich werde zu allen demokratisch legitimierten Mitteln greifen, um die Kollegenschaft vor der geplanten Zerschlagung zu schützen“, so Fiala zur NÖN.