Arbeiterkammer: 9.000 € für Facharbeiter zurückgeholt. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Nach einer Dienstauflösung ließ ein langjähriger Mitarbeiter eines Betriebs im Bezirk Mödling seine Endabrechnung von der AK Niederösterreich prüfen.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 15. Februar 2019 (09:42)
APA (Symbolbild/dpa)

Schnell war klar: Das Lohnbüro der Firma, das sich in Barcelona befindet, war mit den heimischen Modalitäten alles andere als vertraut. "Die Höhe der Abfertigung (alt) wurde völlig falsch berechnet. Erst durch unsere Intervention bekam der Arbeitnehmer über 9.000 Euro nachbezahlt", sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

18 Jahre im Unternehmen

18 Jahre arbeitete der heute 50-Jährige Facharbeiter für den Betrieb. Als es zur einvernehmlichen Auflösung des Dienstverhältnisses kam, schien zunächst alles in Ordnung. Neben der gesetzlichen Abfertigung in Höhe von sechs Monatsentgelten wurde im Zuge der Dienstauflösung auch eine freiwillige Abfertigung in Höhe von 3 Monatsgehältern vereinbart. 

Als der Arbeitnehmer jedoch die vermeintliche Endsumme erhielt, kam ihm der Betrag doch etwas "spanisch", also deutlich zu gering vor. Er wandte sich daher an die Arbeiterkammer Niederösterreich.

Eine Überprüfung durch die AK-Experten zeigte: Mehr als 9.000 Euro waren noch ausständig. Die Intervention der AK NÖ war schließlich erfolgreich. Der Arbeitnehmer erhielt seine Ansprüche umgehend und die ausständige Summe wurde überwiesen. "Mit einer Kontrolle der Endabrechnung bei uns ist man in jedem Fall auf der sicheren Seite“, so AK Niederösterreich-Präsident Wieser.