Konsumentenschutz: Wohnrecht als Topthema. Knapp 1,35 Millionen Euro hat die Arbeiterkammer NÖ laut eigenen Angaben Konsumentinnen und Konsumenten in NÖ im Rahmen ihrer Beratungen erspart. Über 41.600 Beratungen wurden durchgeführt. Top-Thema 2019 war das Wohnrecht.

Von Anita Kiefer. Update am 16. Januar 2020 (12:15)
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Auch die Themen Finanzdienstleistungen, Telefon- bzw. Internetgebühren, Kfz, Reise und Digitalisierung waren 2019 in der Arbeit der AKNÖ-Konsumentenschützerinnen und –Konsumentenschützer stark nachgefragt. Von den 41.600 Beratungen wurden über 30.000 telefonisch durchgeführt, 6.500 schriftlich und 4.900 persönlich. Den größten Anstieg gab es mit plus 41 Prozent beim Thema Digitalisierung, was etwa Abofallen oder Fakeshops umfasst. Insgesamt sind rund 30 Personen innerhalb der AKNÖ mit Konsumentenschutzberatungen befasst.

Was die neue Regierung angeht, so zeigte sich AKNÖ-Präsident Markus Wieser erfreut, dass im Regierungsprogramm die Einführung des Bestellerprinzips bei Maklergebühren verankert ist. Derzeit müssen Provisionen in der Regel von Mieterinnen und Mietern bezahlt werden, in Auftrag gegeben werden Objektvermittlungen aber von jemand anderem. Auch dass die Bundesregierung ein einheitliches Mietrecht, egal ob Wohnungen oder Einfamilienhäuser angemietet werden, schaffen will, begrüßt die AKNÖ – und wünscht sich konkrete Maßnahmen zur Vergünstigung von Mieten.

Die große Herausforderung beim Thema Konsumentenschutz sei die Prävention, betonte AKNÖ-Direktorin Bettina Heise. Aus diesem Grund besucht die AKNÖ Schulen und informiert über Rechte und Pflichten von Konsumentinnen und Konsumenten. Außerdem gibt es gemeinsam mit der Wirtschaftskammer NÖ Schlichtungsstellen für Rauchfangkehrer, Installateurs- und Kfz-Themen, seit 2019 auch für Immobilienmakler und für Probleme zum Thema 24-Stunden-Betreuung. Auch mit dem Landeskriminalamt gibt es eine Kooperation, nämlich eine gemeinsame Offensive gegen Cybercrime.