Bio-Lebensmittel als Statussymbol. Die biologische Herkunft von Lebensmitteln spielt in Österreich eine große Rolle. Nach 20 Jahren "bio" sind die Konsumenten jedoch kritischer geworden.

Von Gerti Süss. Erstellt am 16. Juni 2014 (16:37)
NOEN, Ja! Natürlich/APA-Fotoservice/Rastegar
Martina Hörmer (Geschäftsführerin Ja! Natürlich) und David Bosshart (CEO GDI Gottlieb Duttweiler Institute).
Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums hat die Bio-Marke "Ja! Natürlich" das GDI Gottlieb Duttweiler Institute mit einer Studie über die Zukunft von Bio-Lebensmitteln beauftragt. Einer der Kernergebnisse dabei war, dass gesunde und biologische Ernährung immer mehr zum Statussymbol werde. "Ernährung, Aussehen und Immobilienbesitz sind die Statussymbole der Zukunft", fass GDI-Chef und Trendforscher David Bosshart zusammen.

Zudem besagte die Studie, dass sich Bio-Lebensmittel zunehmend in einem Spannungsfeld befänden: Auf der einen Seite wird Ernährung immer stärker von Wissenschaft und Technik geprägt, auf der anderen Seite wächst aber die Sehnsucht nach Nähe zu Produkten und Lebensmitteln. Aus diesem Grund spiele auch die regionale Herkunft eine immer wichtigere Rolle.

Wachstum trotz höheren Preisniveaus

Bosshart ortet für den Bio-Trend, trotz des höheren Preisniveaus im Vergleich zu konventionellen Produkten, weiteres Wachstumspotenzial. "Es wird immer Konsumenten geben, die Gutes tun wollen", so Bosshart. Aber auch der Druck werde für Bio-Produzenten steigen, denn: "Die Konsumenten sind kritischer geworden. Und jeder Fehler kann auf sozialen Medien stark konterkariert werden."

Aus diesem Grund spiele laut ja!Natürlich-Geschäftsführerin Martina Hörmer Vertrauen eine besondere Rolle bei der Herstellung von Bioprodukten. "Dieses Vertrauen lässt sich aber nicht durch Werbung, sondern nur Qualität erarbeiten", sagt Hörmer.