Biomasse: Der Energieversorger Niederösterreichs

Erstellt am 04. Juli 2022 | 14:34
Lesezeit: 3 Min
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Manfred Denk, Stephan Pernkopf, Markus Köck und Franz Fischer setzen sich für Biomasse in der Energieerzeugung ein
Foto: NLK Filzwieser
Biomasse spielt sowohl in der Energie- als auch in der Wärmeerzeugung eine wesentliche Rolle. Rund 290.000 Haushalte in Niederösterreich heizen mit Holz, Hackschnitzel, Pellets oder Nah- und Fernwärme.
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Rund 40 Prozent der niederösterreichischen Haushalte werden aktuell mit Biomasse versorgt. "Das sind 290.000 Haushalte, die mit einer sauberen und unabhängigen Alternative beheizt werden, denn Holz ist nicht nur nachhaltig, wir haben auch genug davon in unseren Wäldern“, sagt Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf von der ÖVP. 

Aus diesem Grund setzt sich Energie-Landesrat Pernkopf für die Erweiterung der Biomasseproduktion ein. Zu den aktuell in Betrieb stehenden 813 Biomasse-Nahwärmeanlagen kommen laufend neue dazu. Vier Pellets-Produktionsanlagen werden derzeit an den Standorten Göpfritz/Wild (Bezirk Zwettl), Hohenberg (Bezirk Liienfeld), Sollenau (Bezirk Wiener Neustadt-Land) und Ternitz (Bezirk Neunkirchen) errichtet. Insgesamt werden 50 Millionen Euro investiert. "Wir brauchen eine Verdoppelung der Biomasseausbauziele, denn Holz ist mit einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft alternativlos“, heißt es von Pernkopf. 

"Dem Holz gehört die Zukunft"

Manfred Denk, Bundesinnungsmeister und Landesinnungsmeister-Stellvertreter der niederösterreichischen Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker stimmt zu, dass immer mehr Menschen nicht mehr von Öl und Gas abhängig sein wollen und nach alternativen Energiequellen zum Heizen suchen. "Dabei rückt auch das Brennholz immer stärker in den Fokus", bestätigt Denk.

Franz Fischer, Obmann des Waldverbands Niederösterreich ergänzt: „Holz ist ein klimafreundlicher, heimischer Energieträger und unverzichtbar für die nachhaltige Energieversorgung in Niederösterreich. Dem Heiz- und Baustoff Holz gehört die Zukunft.“ 

Und auch seitens der niederösterreichischen Rauchfangkehrer spricht man sich für das Heizen mit dem heimischen Holz aus. "Getrocknetes Holz von den heimischen Bäuerinnen und Bauern sorgt für eine saubere Verbrennung und damit auch für eine Reduktion von schädlichen Feinstaub“, sagt Markus Köck, Innungsmeister der NÖ Rauchfangkehrer. 

Förderung für nachhaltiges Heizen

Aktuell bekommen Haushalte, welche ihre Heizung von Öl- oder Gas auf ein nachhaltiges Heizsystem umstellen, eine bis zu 10.500 Euro hohe Förderung von Bund und Land. Dennoch wünscht man sich in Niederösterreich noch mehr Unterstützung vom Bund, was den Ausbau von erneuerbaren Energien angeht.