2,3 Milliarden Euro fließen in den NÖ Bahnausbau

Aktualisiert am 27. September 2022 | 13:53
Lesezeit: 3 Min
Land NÖ erhöht nach Bund sein Budget für den Ausbau der NÖ-Bahninfrastruktur.
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Mit dem Versprechen und Ziel, die Öffis in Niederösterreich „billiger, besser und bequemer“ zu machen, hat das Land NÖ im Jahr 2017 den sogenannten „blau-gelben Mobilitätsplan“ präsentiert.

Bahn-Ausbaupläne in Niederösterreich.
Von rechts: Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritko präsentierte mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und ÖBB Infrastruktur-Leiter Franz Hammerschmid präsentierten am Dienstag in St. Pölten die Bahn-Ausbaupläne in Niederösterreich.
Foto: Oberndorfer

Mit der Einführung des Klimatickets in der Ost-Region im Oktober 2021 sei ein erstes Etappenziel in Sachen Zukunftsmobilität erreicht worden, heißt es von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko. Nun folge die nächste Etappe.

Nach der 700-Millionen-Euro-Aufstockung im ÖBB-Rahmenplan durch den Bund im November 2021 wird auch das Land NÖ mehr Geld für den Bahnausbau in NÖ bereitstellen. In den nächsten 20 Jahren werden 400 Millionen Euro in den Ausbau der Bahninfrastruktur investiert - in moderne Bahnhöfe, verlängerte Haltestellen, mehrgleisigen Schienenausbau und in die Elektrifizierung als Klimaschutz-Maßnahme und Beitrag zur Dekarbonisierung. "Damit geben wir vier Mal so viel für den Öffentlichen Verkehr in Niederösterreich aus wie vor 10 Jahren", sagt Mikl-Leitner.

Mit den Bundesmitteln fließen damit 2,3 Milliarden Euro in die NÖ-Schiene. „Wir wollen eine Verkehrspolitik für alle Landsleute schaffen, zukunftsorientiert handeln und stets den Blick auf das große Ganze wahren“, sagt Landeschefin Mikl-Leitner.

Bahn-Ausbaupläne in Niederösterreich.
Stand: 08/2022
Foto: Grundkarte: © BEV, 2019

Schleritzko sieht sich in seiner alten Kritik während der Klimaticket-Verhandlungsrunden zwischen Ost-Region und Bund im Sommer und Herbst 2021 wieder bestätigt: „Wir haben es schon immer gesagt: Billiger alleine kann nicht die Lösung sein, der öffentliche Verkehr muss auch besser und bequemer werden – diesem Ziel sind wir nun ein großes Stück nähergekommen.“

Als "gelebte Partnerschaft" bezeichnete Franz Hammerschmid von der ÖBB Infrastruktur die Zusammenarbeit zwischen dem Land NÖ und der ÖBB in der Ost-Region. "Infrastruktur-Ausbau ist immer Generationenarbeit. Das geht nicht von heute auf morgen. Aber alle profitieren davon", so Hammerschmied, der neben "bequem" und "besser" noch die zwei Bs der "Bundesbahnen" als Alternative zum Individualverkehr dazustellen möchte.
Als Highlight für nächstes Jahr nennt der ÖBB-Mann die Fertigstellung des 2-gleisigen Ausbaus der Pottendorfer Linie. "Dann haben wir dieselben Kapazitäten im Zugverkehr wie zwischen Wien und St. Pölten auch zwischen Wien-Meidling und Wiener Neustadt."

Acht Strecken im Ausbauprogramm

Investiert wird das Gros der 2,3 Bahnmilliarden in Niederösterreich auf der Franz-Josefs-Bahn, der Nordwestbahn, Laaer Ostbahn, der Südbahn und auf Regionalstrecken wie der Erlauftal-, Traisental- und Kamptalbahn sowie der Puchbergerbahn.