Börsen nach jüngster Talfahrt wieder im Plus. An den Finanzmärkten liegen die Nerven weiter blank: Mehrfach drehten die Kurse am Donnerstag vom Plus ins Minus und wieder zurück. Besonders stark wurden dabei die Bankenwerte durchgeschüttelt. An der Wiener Börse stieg der Leitindex ATX am Donnerstag um 58,22 Punkte oder 2,78 Prozent und schloss bei 2.151,67 Zählern.

Erstellt am 11. August 2011 (22:23)

An den Finanzmärkten liegen die Nerven weiter blank: Mehrfach drehten die Kurse am Donnerstag vom Plus ins Minus und wieder zurück. Besonders stark wurden dabei die Bankenwerte durchgeschüttelt. An der Wiener Börse stieg der Leitindex ATX am Donnerstag um 58,22 Punkte oder 2,78 Prozent und schloss bei 2.151,67 Zählern.

Der DAX schwankte in einer Spanne von plus vier bis minus 2,2 Prozent und markierte an einem Punkt sogar ein 18-Monats-Tief. In den Feierabend verabschiedete sich der Leitindex mit einem Plus von 3,3 Prozent bei 5797,66 Punkten. Ein Grund für die Erholung der Aktienmärkte gegen Handelsschluss war die Ankündigung eines deutsch-französischen Gipfeltreffens am kommenden Dienstag. Gesprächsthema ist unter anderem eine bessere wirtschaftspolitische Steuerung der Euro-Zone.

Der EuroStoxx50 notierte am Abend 2,9 Prozent fester bei 2215,19 Stellen, nachdem er zuvor zeitweise auf ein Zweieinhalb-Jahres-Tief gefallen war. Auch die New Yorker Aktienbörsen haben deutlich fester geschlossen und sich damit teilweise von den massiven Verlusten der vergangenen Tage erholt. Der Dow Jones Industrial Index gewann 423,37 Einheiten oder 3,95 Prozent auf 11.143,31 Zähler.

Ausgelöst wurde die gute Stimmung am Freitag von überraschend gut ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten. Positiv aufgenommen wurden auch die vom Netzwerkausrüster Cisco vorgelegten Quartalszahlen. Stark gesucht waren zudem die zuletzt stark unter die Räder gekommenen Bankaktien. Dennoch: Auf der Suche nach Sicherheit flüchteten weitere Investoren in den "sicheren Hafen" Gold und auch der Yen erklomm neue Rekordhöhen.

Im Mittelpunkt des Interesses standen erneut französische Finanzwerte, allen voran die Societe Generale. Deren Aktienkurs schwankte nach dem 15-prozentigen Vortagesminus zwischen plus neun und minus neun Prozent und schloss 3,7 Prozent höher bei 23 Euro. Die Aktien der Deutschen Bank und der italienischen Bank-Austria-Mutter UniCredit vollzogen die Kursbewegungen der SocGen auf dem Fuße und notierten zum Xetra-Schluss 1,2 beziehungsweise 3,4 Prozent im Plus.