Börsengang für Novomatic offenbar vom Tisch. Entgegen früheren Bekundungen ist ein Börsengang für den niederösterreichischen Automatenkonzern Novomatic nun offenbar vom Tisch. Stattdessen erwägt das Unternehmen die Emission von Anleihen. "Eine Anleihe ist eine Option", zitiert die Finanznachrichtenagentur Bloomberg Novomatic-Chef Franz Wohlfahrt. Aber: "Es gibt Argumente gegen einen IPO (Initial Public Offering)."

Erstellt am 08. September 2011 (15:54)

Entgegen früheren Bekundungen ist ein Börsengang für den niederösterreichischen Automatenkonzern Novomatic nun offenbar vom Tisch. Stattdessen erwägt das Unternehmen die Emission von Anleihen. "Eine Anleihe ist eine Option", zitiert die Finanznachrichtenagentur Bloomberg Novomatic-Chef Franz Wohlfahrt. Aber: "Es gibt Argumente gegen einen IPO (Initial Public Offering)."

Mehrheitseigentümer und Unternehmensgründer Johann Graf sei nicht gewillt, seinen Einfluss zu verlieren. Graf hat den Gang an die Börse bisher stets abgelehnt. Vor wenigen Monaten, im Mai, schloss Wohlfahrt einen Börsengang nicht dezidiert aus. "Faktum ist, dass wir immer wieder nach Möglichkeiten suchen, unsere Finanzstruktur zu optimieren und unsere Kapitalmaßnahmen evaluieren", sagte er damals bei der Bilanzpressekonferenz in Wien. Anfang Mai hatte das "Format" berichtet, dass der Banken-Beauty-Contest bereits abgeschlossen sei.

Der Automatenkonzern beabsichtigt Geld aufzunehmen, da er große Wachstumsmöglichkeiten am globalen Glücksspielmarkt sieht, so Wohlfahrt laut Agentur. Seit 2005 hat Novomatic drei Schuldverschreibungen im Gesamtwert von 500 Mio. Euro verkauft.