„Urkornbulle“ ist bestes Bio-Brot. Über 100 Bio-Brote wurden verkostet und bewertet. Der erstmals veranstaltete Wettbewerb „Wer bäckt das beste Bio-Brot?“ ist äußerst erfolgreich zu Ende gegangen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 14. Oktober 2020 (05:16)
Franz Weingartner

Bio Austria NÖ und Wien sowie die Erste Waldviertler Bio-Backschule haben zusammen mit dem Medienpartner NÖN heuer erstmals zum großen Wettbewerb aufgerufen. „Wer bäckt das beste Bio-Brot?“ lautete die Frage, die an alle „Eigenbrötler“ im Land gestellt wurde. Und unter reger Anteilnahme und intensiver Beteiligung von Profis wie Privatpersonen beantwortet wurde.

„Der große Erfolg des Bewerbs hat uns in der Tat überrascht. Es ist großartig, wie viele Menschen sich für die biologische Produktion von Lebens- mitteln einsetzen“, freut sich Sabine Mayr, Geschäftsführerin von Bio Austria NÖ und Wien.

Die prominent besetzte Jury hatte jedenfalls allerhand zu tun. Insgesamt 104 eingereichte Brote wurden auf Brösel und Korn getestet. Publikumsliebling Elisabeth Engstler, Filmemacher Harald Friedl, Bio-Austria-Bäuerin Beate Brenner, Bestseller-Autor Martin Grassberger, Bio-Austria-Bauer Gerhard Zoubek, Wiener-Würze-Hersteller Severin Traugott (für die verhinderte Radio-NÖ-Köchin Andrea Karrer) sowie Otto Gasselich (Obmann Bio Austria NÖ und Wien) und Sabine Mayr (Geschäftsführerin Bio Austria NÖ und Wien) schnupperten und kosteten sich unermüdlich durch.

Eingereichte Brote beeindruckten mit hoher Qualität

Jedes Brot wurde zuerst im Ganzen begutachtet, dann aufgeschnitten und verkostet. Die Bewertungskategorien reichten vom Aussehen über die Beschaffenheit der Krume und Kruste bis zu Geruch und Geschmack. „Es war beeindruckend, auf welch professionellem und hohem Niveau die meisten der eingereichten Brote hergestellt waren“, sagte dazu auch Mit-Initiatorin Elisabeth Ruckser, Leiterin der Ersten Waldviertler Bio-Backschule, die durch die Veranstaltung führte.

„Wir freuen uns, diesen erfolgreichen Bewerb medial begleitet und somit regionale Produkte in der NÖN vor den Vorhang geholt zu haben“, ergänzen die beiden Chefredakteure Daniel Lohninger und Walter Fahrnberger.

Die gute Nachricht für alle, die das Ergebnis des Bio-Wettbewerbes auch am eigenen Gaumen erleben möchten: Die BioKreativBäckerei Markus Kürrer aus Ernstbrunn hat sich bereits im Vorfeld des Bewerbs bereit erklärt, auch das beste Brot eines Nicht-Profis ins Programm aufzunehmen und nachzubacken – den „Urkornbullen“ gibt es natürlich ebenfalls.

Gewinner des Bio-Brot-Wettbewerbes 2020:

  • Zum Siegerbrot mit den meisten Punkten absolut wurde der „Urkornbulle“ der BioKreativBäckerei Markus Kürrer in Ernstbrunn (Bezirk Korneuburg) gewählt

  • In der Kategorie Brote mit langer Vorteig-Führung (mindestens 8 Stunden geführt) gewann „ Französisches Miche (Landbrot) mit geröstetem Koriander nur mit Sauerteig“ von Katrin Federsel aus Baden.

  • Die Kategorie Brote ohne Vorteig bzw. mit kürzerer Teigführung konnte das „Dinkel-Einkornbrot“ vom Bio-Austria-Hof Anthofer in Purk (Bezirk Zwettl) für sich entscheiden.

  • Bei den süßen Broten machte der „Striezel“ von Bio-Austria-Bäuerin Anneliese Hansinger aus Kilb (Bezirk Melk) das Rennen. Und bei den glutenfreien Broten ging der Sieg an das „Vollkornbrot mit Sauerteig, Leinsamen, Sonnenblumen-Kernen und langer Vorteig-Führung“ von Karl Friedelt aus Hofamt Priel (Bezirk Melk).

  • Insgesamt 27 Brote, die mehr als 1.000 Punkte erreichen konnten, erhalten zudem das Zertifikat „ausgezeichnetes Bio-Brot“ im Rahmen des Wettbewerbs.