Die Selfstorage-Branche boomt. Selfstorage wird immer beliebter. Ein Terminal – übrigens der erste volldigitalisierte in Österreich – ist seit Anfang des Jahres in Bruck an der Leitha zu finden.

Von Christine Haiderer und NÖN Sonderjournal-Redaktion. Erstellt am 16. Juni 2019 (03:40)
WachauPhoto
Wer im Büro oder in den eigenen vier Wänden zu wenig Platz für sein Hab und Gut hat, kann es bei Selfstorage-Anbietern wie beispielsweise Mo.Space in Bruck an der Leitha einlagern.

40 Container stehen bereits auf dem Areal vom Mo.Space Selfstorage in Bruck an der Leitha. Über 300 sollen es in den kommenden Jahren werden. „Einen Terminal in dieser Größe gibt es in Niederösterreich noch nicht“, verrät Franz Moser, Geschäftsführer von Mo.Space.

„Mo“ übrigens steht für Moser und more. More, weil Selfstorage mehr Platz bietet. Ganz unter dem Motto „Einfach mehr Raum online mieten“. Für Möbel, die nicht mehr in die neue Wohnung passen, zum Beispiel. Oder für die Ski-Ausrüstung, für die die Wohnung zu klein ist. Oder für das zu viel gelieferte Baumaterial, das die Kapazitäten des eigenen Firmenlagers sprengen würde.

„Selfstorage wird immer mehr zum Trend“, verrät Moser. Vor zehn Jahren war das Konzept in Österreich noch ziemlich unbekannt.
Das hat sich geändert. Auch wenn im Vergleich zu anderen Ländern, wie etwa England, Frankreich oder Deutschland, in Österreich noch viel weniger Flächen angeboten werden. Aber die Selfstorage-Branche boomt.
Warum Menschen mehr Platz zum Lagern benötigen? Die Mobilität nimmt zu. Es wird mehr übersiedelt als früher. Immer mehr Menschen ziehen in den städtischen Bereich. Die Wohnungen werden immer kleiner. Und: Möglichkeiten, etwas am Dachboden oder im Keller zu verstauen, gibt es immer weniger, so Moser.

Für Werkzeug oder auch das Snowboard

Platz brauchen aber nicht nur Privatpersonen. „Wir wollen in erster Linie das Gewerbe ansprechen“, so Moser. Klein- und Mittelbetriebe, Installateure, Mechaniker & Co., die Werkzeug oder Baumaterial zwischenlagern wollen, Pharmareferenten und Händler, die Werbematerial einlagern müssen usw.

Genutzt werden können die Container übrigens auch nur für Tage. „Wir haben keine Mindestmieten-Verrechnung“, erläutert Moser. Man muss also nicht mindestens einen Monat dabei sein. Braucht man das Lager nur für 21 Tage, zahlt man auch nur für die 21 Tage.

Im Durchschnitt werden die Einheiten aber vier bis sechs Monate lang genutzt, weiß Moser, der jahrzehntelange Erfahrung mit Containern hat, unter anderem als Geschäftsführer des größten Containerproduzenten Europas.
Warum man gerade Bruck an der Leitha als Standort gewählt hat? „Die Lage ist gut.“ Man ist schnell auf der Autobahn. Bratislava liegt in der Nähe, die östlichen Bezirke von Wien in unmittelbarer. Und: „In Bruck an der Leitha entwickelt sich ein großes Industriezentrum.“

„Einen Terminal in dieser Größe gibt es in Niederösterreich noch nicht.“Franz Moser, Geschäftsführer von Mo.Space

Übrigens gibt es noch eine weitere Besonderheit bei Mo.Space. „Es ist das erste volldigitalisierte Selfstorage mit Containern in Österreich“, freut sich Moser. Vom Einchecken bis zum Auschecken lässt sich alles digital erledigen.
Das beginnt bei der Auswahl der Selfstorage-Größe. Vom Mini-Container beispielsweise für Snowboard oder Ski bis hin zum Übersee-Container.
Für alle, die mehr Platz benötigen, gibt es übrigens auch Freiflächen, geschotterte beziehungsweise betonierte Flächen für sperriges Gut wie Boote oder Anhänger. Und: Mo.Space bietet auch Büromodule an. Immerhin: „Büros zu finden ist nicht so einfach.“ Gerade für Start-ups. Dazu gibt es kleine Büros ab 14 Quadratmeter.

Auch Unterlagen wie Firmenbuchauszüge, Personalausweise usw., die häufig zu den Lager-Anbietern gebracht werden müssen, können hier über die Homepage www.mospace.at hochgeladen werden.
Ist die Kaution bezahlt, erhält der Kunde den Zutrittscode zum Areal und kann rund um die Uhr zu seinem Container. Von 8 bis 18 Uhr sind Mitarbeiter vor Ort, die bei Fragen helfen können – bei Bedarf auch an Feiertagen. Immerhin: „Viele übersiedeln am Wochenende, an Feiertagen, wenn sie Zeit dazu haben.“

Am Container selbst – mit dem Kleinbus oder auch dem Lkw kann man übrigens auch direkt hinfahren – gibt es ein Vorhängeschloss. Für die Sicherheit auf dem Gelände sorgen Überwachungskameras, Alarmüberwachung und Securitys in der Nacht. Das gesamte Gelände, so Franz Moser, ist rund um die Uhr ausgeleuchtet.