Hotellerie hält sich an Lockdown-Regeln. NÖN versuchte, Ferien-Zimmer zu buchen. Fast alle Hotels und Pensionen lehnten ab.

Von Michael Chudik, Lisa Röhrer und Norbert Oberndorfer. Erstellt am 20. Januar 2021 (05:35)
Das im Lockdown strenge Beherbergungsverbot wurde von den NÖ-Hotels,Pensionen und Privatvermietern weitgehend eingehalten.
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Ob sich die niederösterreichischen Hotellerie-Betriebe im Lockdown an das geltende Beherbergungsverbot halten? Das wollte die NÖN wissen und stellte 14 Anbietern eine unverbindliche Urlaubsanfrage. Gefragt wurde nach einem Zimmer für Ski- oder Wandertage am kommenden Wochenende. Es wurde also klar kommuniziert, dass es sich nicht um eine Geschäftsreise handelt. Das wäre die einzige Ausnahme im aktuell geltenden Beherbergungsverbot.

Die Betriebe bewiesen Disziplin. Der absolute Großteil, 12 der 14 Betriebe, hat die Anfrage abgelehnt – mit dem Hinweis, dass Hotels und Pensionen „aufgrund des gesetzlichen Lockdowns“ derzeit geschlossen seien.

Nur zwei „schwarze Schafe“ wurden entdeckt: Ein Betrieb im Waldviertel hat die Anfrage bestätigt und seine Unterkunft angeboten – wenn auch ohne das gewünschte Frühstück. Ein Betrieb im Mostviertel zeigte sich unentschlossen. Eine Anreise sei eventuell am 19. Jänner möglich, hieß es. Doch auch an diesem Termin gilt noch das Beherbergungsverbot.

Hohe Strafen für schwarze Schafe

Walter Schmalwieser von der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer NÖ betont: „Wir haben absolut kein Verständnis für diese schwarzen Schafe. Es ist für die ganze Branche und deren Ruf schädlich. Es ist vollkommen inakzeptabel, wenn man sich diesen klaren Vorgaben widersetzt.“ Gewarnt wird auch vor „kreativen Lösungen“. Die können auch teuer werden: Eine Umgehung des Beherbergungsverbots kann den Vermieter bis zu 30.000 Euro und den Gast bis zu 1.450 Euro kosten.