Zehn Millionen Euro für die Waldpflege. Investitionen im Kampf gegen Borkenkäferplage haben sich bezahlt gemacht: Zweitbestes Ergebnis der Geschichte.

Von Nina Wieneritsch. Erstellt am 29. Mai 2018 (02:01)
ÖBf
Neben dem Borkenkäfer sorgten auch starke Unwetter und Trockenperioden für Schäden in heimischen Wäldern.

1,484 Mio. Festmeter Holz ernteten die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) im Jahr 2017 und erzielten damit in ihrem Kernbereich Forst/Holz einen Umsatz von 131 Mio. Euro (2016: 132,3 Mio. Euro). Das hohe Preisniveau zu halten, sei allerdings nicht leicht gefallen.

„Innerhalb eines Jahres galt es, Preisschwankungen von bis zu zehn Prozent auszugleichen, starke Gegensteuerung war erforderlich“, so Rudolf Freidhager, ÖBf-Vorstand für Forstwirtschaft und Naturschutz. Hinzu kamen hohe Investitionen in die Waldpflege – vor allem in die Käferprävention.

Schädlingsplage durch Trockenperiode

Über zehn Millionen Euro wurden aufgewendet, um Schäden, verursacht vom Borkenkäfer, vorzubeugen. Besonders das Waldviertel, das vergangenes Jahr eine Trockenperiode erlebte, die den heimischen Wäldern zusetzte, erlebte eine regelrechte Schädlingsplage. So fielen allein in dieser Region rund 80.000 Erntefestmeter Schadholz an. Insgesamt belief sich die Schadholzmenge auf 680.000 Festmeter – immer noch viel, aber mit 46 % immerhin um 5 Prozent weniger als noch 2016.

„Es freut uns, dass wir durch sorgfältige Waldpflege eine Trendumkehr einleiten konnten und sich die Anstrengungen bezahlt machen“, so Freidhager.

Erfolgreich agierte das Unternehmen mit Sitz in Purkersdorf (Wienerwald) auch in seinen anderen Geschäftsbereichen: Die Betriebsleistung im Bereich Jagd/Fischerei stieg auf 22,2 Mio. Euro, bei Immobilien auf 45,3 Mio. Euro, im Sektor Dienstleistungen auf 14,9 Mio. Euro und bei den erneuerbaren Energien verdoppelte sich die Leistung auf 18,4 Mio. Euro.

Innerhalb dieser vier Bereiche sollen künftig neue Ansätze vorangetrieben werden – mitunter will man auch neue Geschäftsfelder schaffen, „um das Unternehmen langfristig abzusichern, resilient gegenüber Natureinflüssen zu machen (Stichwort Klimawandel) und Wachstum auch abseits der Forstwirtschaft zu generieren“, so Freidhager.