Niederösterreich

Erstellt am 07. Dezember 2018, 13:34

von Michaela Fleck

Der perfekte Baum fürs perfekte Fest. Mit dem zweiten Adventwochenende geht der Christbaumverkauf so richtig los. Für Niederösterreichs Christbaumbauern beginnt damit die Hochsaison. Denn mit einer Million Weihnachtsbäumen übernehmen sie den Löwenanteil und sind damit auch Hauptversorger der Bundeshauptstadt Wien.

Mit der Säge zum Saisonstart: Diözesanbischof Alois Schwarz, NÖ-Christbaumbauern-Obmann Franz Raith, Landwirtschaftskammer NÖ-Präsident Johannes Schmuckenschlager und Christbaumkönigin Jennifer Fröhlich.  |  weihnachtsbaum.at/Dieter Nagl

„Unsere heimischen Christbaumbauern sorgen nicht nur dafür, dass Tradition für uns erlebbar wird. Sie bringen mit ihrer Arbeit auch wichtige Wertschöpfung für die Region. Denn der Kauf eines Baumes mit der blau-gelben Herkunftsschleife bedeutet gleichzeitig, dass 22 Millionen Euro in den ländlichen Raum fließen. Zusätzlich können sich etwa 1.000 Personen bei Ernte und Verkauf einen Arbeitsplatz sichern und zwar dort wo es sonst nicht so viele Arbeitsplätze gibt“, erklärt der neu gewählte Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich Johannes Schmuckenschlager und wünscht den Niederösterreichischen Christbaumbauern eine erfolgreiche Saison 2018.

Bäume in ausreichender Anzahl und bester Qualität vorhanden

Diese Saison war bis dato vor allem eines: Arbeitsreich. Denn die Witterung hat den Produzenten heuer zugesetzt. Der Qualität der Bäume hat das allerdings keinen Abbruch getan wie Franz Raith, Obmann der NÖ Christbaumbauern berichtet: „Viele glauben, dass durch die Trockenheit die Bäume jetzt angegriffen sind und ihre Nadeln schnell verlieren.

Das ist ein Irrglaube. Nordmannstannen sind Tiefwurzler und haben somit genügend Wasser für ein gesundes Wachstum bekommen. Das war bei den jungen Bäumen anders. Die Setzlinge haben unter der Trockenheit gelitten und viele mussten neu ausgesetzt werden. Es ist immer unangenehm eine Arbeit doppelt machen zu müssen aber dank dem Engagement der Bäuerinnen und Bauern ist die Qualität auch für die kommenden Weihnachtsfeste gesichert.“

"Wer seinen Baum direkt vom Bauern kauft setzt ein Zeichen für die Umwelt"

Somit steht auch in Zukunft der weihnachtlichen Freude am Weihnachtsabend nichts mehr im Wege. Dabei weiß man oftmals gar nicht, wie viel Arbeit hinter den wunderschönen Bäumen steckt. Denn der perfekte Christbaum braucht jede Menge Handarbeit. Triebverkürzung, gleichmäßiges Ausrichten der Äste oder der händische Formschnitt – das alles und noch viel mehr braucht es damit ein Baum unsere Augen tatsächlich zum Leuchten bringt.

Erst durch regelmäßiges händisches Beschneiden wachsen die Bäume gleichmäßig, die Verunkrautung kann zu asymmetrischen Bäumen und dürren Ästen führen. Das will keiner. „Wer seinen Baum direkt vom Bauern kauft entscheidet sich für professionelle, naturnahe Aufzucht, beste Qualität, Frische und setzt auch noch ein Zeichen für die Umwelt. Mit den kurzen Transportwegen von durchschnittlich 40 Kilometern vom Feld bis zum Verkaufsstand sind Christbäume aus Österreich ein echter Beitrag zum Klimaschutz“, so Raith. Der Konsument profitiert von vielen Mehrwerten, wenn er also beim Kauf auf die blau-gelbe Herkunftsschleife setzt.

Weihnachtsbaum ist fixer Bestandteil christlicher Tradition

Doch nicht nur mit diesen Mehrwerten kann der Christbaum aus Niederösterreich punkten. „Niederösterreichische Christbäume standen nicht nur bereits am Petersplatz in Rom, sondern sind für ganz Österreich wichtig. Mit diesem Kulturbaum haben wir eine wertvolle Erwerbssparte für die Landwirtschaft und gleichzeitig steht er für Lebenserinnerungen und für Zuhause.

Der Christbaum ist das Symbol für Weihnachten und ich finde es schön, dass er mit dem Glauben in Verbindung steht. Am allerschönsten sind für mich die Christbäume, neben denen eine Krippe steht“, erklärt Bischof Alois Schwarz und lädt alle dazu ein, mit ihm den Heiligen Abend um 23 Uhr in der Christmette im St. Pöltner Dom zu feiern.

Auch der Konsument kann etwas tun

Doch Christbäume sind nicht nur ein Symbol für Weihnachten, sie sollen uns auch noch nach dem Fest ein freudiges Lächeln auf die Lippen zaubern. Doch wie lange der Weihnachtsbaum frisch und schön aussieht hängt nicht nur von den Bäuerinnen und Bauern ab.

Auch der Konsument kann für den Baum etwas tun. „Christbäume sind wie Schnittblumen. Ohne Wasser verdursten sie. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig Wasser ins Christbaumkreuz zu geben“, erklärt Christbaumkönigin Jennifer Fröhlich.

Hintergrundinfos rund um den Weihnachtsbaum:

Der Lieblingsbaum der Österreicher ist eine 1,60 Meter große Nordmannstanne, für die Konsumenten im Schnitt 30 Euro ausgeben.

Christbaumpreise hängen vom Alter des Baumes, seiner Qualität und dem Verkaufsort der angebotenen Weihnachtsbäume ab. Die Durchschnittspreise für Bäume aus heimischer Produktion liegen pro Laufmeter bei Tannen zwischen 10 und 35 Euro, bei Fichten zwischen 4 und 8 Euro und bei Blaufichten bei 7 bis 14 Euro.

Zahlen zu Christbäumen aus Österreich

  •    73 Prozent der österreichischen Haushalte stellen einen Natur-Christbaum auf
  •    Knapp 90 Prozent der Christbäume sind aus heimischer Produktion (2,5 Millionen Stück)
  •    1,1 Millionen Bäume stammen aus NÖ und bedeuten eine Wertschöpfung von 22 Millionen Euro für die Region
  •    Eine durchschnittliche Christbaumkultur in NÖ ist 1 Hektar groß

Tipps für den Baumkauf

  •    Schütteln: Ein frischer Baum verliert keine grünen Nadeln
  •    Kratzen: ein Stück Rinde abkratzen – das Holz eines frischen Baums ist darunter noch feucht
  •    Streicheln: Von innen nach außen über die Nadeln streichen – der frische Baum behält die Nadeln
  •    Die Herkunft: Durch die kurzen Transportwege sind heimische Christbäume frisch. Die Herkunft kann der Konsument an der Schleife und dem Gütesiegel der Produzenten erkennen. Es ist das einzige mit KONTROLLIERTER Herkunftsgarantie.

 

www.weihnachtsbaum.at