Virtuelles Verkaufsgespräch über neue App. Der stationäre Handel ohne eigenes Online-Angebot kann über die neue App „meinschaufenster.at“ mit seinen Kunden in Kontakt treten. Kunden können sich wie gewohnt beraten lassen. Die App ist eine Ergänzung und Erweiterung der Aktion „Niederösterreich wird nah versorgt“.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 05. April 2020 (10:30)
Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki geben den Startschuss für ein völlig neuartiges digitales Angebot zur Vernetzung von Händlern und Kunden.
NLK/Filzwieser

Viele Geschäfte in Niederösterreich haben kein Online-Angebot, zeichnen sich aber durch ihre Beratungskompetenz aus. Eine Eigenschaft, die in den vergangenen Tagen nicht genutzt werden konnte. Durch die neue meinschaufenster.at-App soll sich das nun ändern.  

Denn: „Für diese vielen kleinen Geschäfte wird gerade ein österreichweit einzigartiges Angebot entwickelt“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger. „Mit der App meinschaufenster.at können sie einfach, schnell und kostenlos in den Online-Handel einsteigen und gleichzeitig ihre Stärken im direkten Kundenkontakt nutzen.“

Damit hätten alle niederösterreichischen Geschäfte die Chance, wieder mit ihren Kunden persönlich in Kontakt zu treten – wenngleich auch nur virtuell. „Wir ersuchen Niederösterreichs Händler, diese Möglichkeit auch zu nutzen und sich auf www.meinschaufenster.at zu registrieren“, appellieren die beiden.  

Kostenloses Service für kleine & mittelgroße Geschäfte

Mikl-Leitner: „meinschaufenster.at ist ein kostenloses Service für kleine und mittelgroße Geschäfte, die derzeit behördlich geschlossen halten müssen. Sowohl am Smartphone als auch auf der Webseite können Kunden mit ihrem gewünschten Geschäft in Kontakt treten, wobei der Unterschied zum klassischen Online-Handel darin besteht, dass jedes Geschäft sofort und ohne Vorkenntnisse mitmachen kann. Es gibt keinen Produktkatalog, sondern der Verkäufer führt ein klassisches Verkaufsgespräch auf WhatsApp und kann somit seine bewährten Stärken im Verkauf einsetzen.“ 

„Bisher sind bereits 152 Geschäfte mit ihrem Sortiment gelistet“, so Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger. meinschaufenster.at sei die optimale Ergänzung und Erweiterung zur höchst erfolgreichen Aktion „Niederösterreich wird nah versorgt“. Damit gebe es auch für diese Geschäfte das passende Unterstützungsangebot. „So können auch sie vom wichtigen Ostergeschäft profitieren.“  

Unterstützt wird das Projekt auch von der Wirtschaftskammer. Präsidentin Sonja Zwazl: „meinschaufenster ist eine tolle Möglichkeit, wie Betriebe in der Zeit von Coronakrise und Betretungsverboten mit ihren Kunden über Videotelefonie ein Verkaufsgespräch führen können. Eine einfach handhabbare Lösung, die eine echte praktische Hilfe bietet.“

Ein Projekt mit vielen Partnern 

Danninger: „Diese App wurde in Rekordzeit entwickelt und wird technisch laufend nachjustiert und den aktuellen Bedürfnissen angepasst. “ Das Projekt „meinschaufenster.at“ ist eine Aktivität der ecoplus im Rahmen des Digital Innovation Hubs Ostösterreich DIHOST in Kooperation mit dem niederösterreichischen Haus der Digitalisierung.

Die Projektleitung liegt beim ecoplus Digitalisierungsteam. Die programmtechnische Umsetzung sowie der operative Betrieb wird durch die FOTEC dem Forschungsunternehmen der FH Wiener Neustadt umgesetzt. Das Projekt wird zusätzlich von der Fachhochschule St. Pölten sowie dem IMC FH Krems mit Anleitungen für die Benutzung der App sowie von der Fachsparte Handel der WKNÖ unterstützt.

Ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki: „Ohne den großen Einsatz unserer Partner wäre es nicht möglich gewesen, diese App in so kurzer Zeit erfolgreich zu realisieren. Ich möchte mich daher ausdrücklich bei allen Teams für Ihre Unterstützung bedanken – hier wurde etwas geschaffen, das dazu beitragen wird, unseren niederösterreichischen Händlern das Überleben in der Krise zu ermöglichen.“

Wie funktioniert’s für die Geschäfte? 

Die Geschäfte registrieren sich kostenfrei anhand eines einfachen Leitfadens auf www.meinschaufenster.at und informieren ihre Stamm-Kunden über die neue Möglichkeit.

Erklär-Video für Geschäfte: https://youtu.be/eEqPVhu3lhl

Wie funktioniert’s für die Kunden? 

Einfach die App herunterladen und in der App eine Produkt-Kategorie auswählen. Je nach Anwender-Standort werden die entsprechenden, regionalen Geschäfte auf einer Karte angezeigt.

Die Kunden finden das Geschäft, das sie wollen, und sehen sofort, ob ein Ansprechpartner für ein WhatsApp-Gespräch mit Video frei ist. Falls nicht, bekommen die Kunden Vorschläge für das nächste freie Verkaufsgespräch, wählen aus und werden zum gewünschten Termin automatisch verbunden.

Erklär-Video für Kunden: https://youtu.be/Y9Bh93UPlFU

Alle Infos: www.meinschaufenster.at

Tipp: Neben der neuen meinschaufenster-App gibt es auch die höchst erfolgreiche Aktion „Niederösterreich wird nah versorgt“. Auf der ecoplus-Homepage findet man dabei eine Listung heimischer Online-Händler mit über 1.300 Einträgen. Diese heimischen Händler mit bestehendem Online-Angebot gibt es auf: www.ecoplus.at/online-handel