Erstellt am 10. Januar 2017, 01:36

von Walter Fahrnberger

Der Leihski hat Hochsaison. Jedes zweite neue Paar wird ausgeborgt. Auch Saisonverleih immer stärker nachgefragt.

Mit dem Wintereinbruch ist auch die Nachfrage an Skiern gestiegen. Immer mehr greifen beim Wedelvergnügen zu einem Leihski. Ein stets top serviciertes Sportgerät ist einer der großen Vorteile dabei.  |  NOEN

Es ist der Wintereinbruch in den Bergen, der naturgemäß über Erfolg und Misserfolg der heimischen Ski-Industrie bzw. im Sportartikelhandel in der kalten Jahreszeit mitentscheidet. Und diese Bedingungen waren heuer aufgrund des frühen Saisonstarts in Niederösterreich so gut wie schon lange nicht.

Im Weihnachtsgeschäft (bis 24. Dezember) verzeichnete der Sportartikel noch ein moderates Plus. „Sowohl in Niederösterreich als auch bundesweit konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Prozent gesteigert werden“, sagt Michael Nendwich, Berufsgruppenobmann der Sportartikelhändler der Wirtschaftskammer in Niederösterreich und seit Oktober auch für ganz Österreich zuständig. Vor allem der Neuschneezuwachs in den Ferien hat die Nachfrage an Wintersportartikeln aber zusätzlich angekurbelt.

 „Langlaufen hat in den letzten Jahren wieder an Beliebtheit gewonnen.“

Michael Nendwich, Berufsgruppenobmann der Sportartikelhändler 

In der Ski-Branche ist dabei ein enormer Trend hin zum Leihski zu erkennen. „Von den 340.000 Paar Ski, die in der Vorsaison in ganz Österreich verkauft wurden, gingen bereits mehr als die Hälfte in den Skiverleih. „Heuer wird dieser Anteil sogar in Richtung 60 Prozent ansteigen“, ist sich Nendwich sicher.

In Niederösterreich liegt der Wert laut Nendwich – er betreibt selbst einen Intersport-Shop in Lackenhof am Ötscher – bei rund 40 Prozent. Das liegt an der geringeren Anzahl an Skigebieten im Vergleich zu den westlichen Bundesländern.

Obwohl die Rentabilität eines Leihskis stark von der Anzahl der jeweiligen Skitage abhängt, liegen die Vorteile auf der Hand. Für eine Woche können die Bretteln der Top-Kategorie (Ski bis 900 Euro Verkaufspreis) bereits um 150 Euro/Woche ausgeborgt werden. Außerdem kann der Wintersportler jedes Mal aus einem aktuellen Modell wählen und auch die Sicherheit und der Fahrspaß sind durch den stets bestens servicierten Ski gegeben. Dazu kommt der Komfort bei der Anreise.

"Langlaufen hat an Beliebtheit gewonnen“

Neuerdings stark im Kommen ist der Leihski für einen ganzen Winter. Die Saisonmiete kostet rund ein Drittel vom Neupreis – ein bis zwei Serviceeinheiten inbegriffen. In der Preiskategorie kann der Ski beim Händler auch während der Saison getauscht werden.

„In den letzten zwei Jahren hat auch das Langlaufen wieder an Beliebtheit gewonnen“, weiß Nendwich. Das Problem dabei: Die Sportart ist ausschließlich vom Naturschnee abhängig. Anders beim Snowboarden, wo sich der Zulauf mit österreichweit 30.000 verkauften Boards pro Jahr konstant hält. Eine Zunahme ist hingegen im Tourenski-Bereich zu erkennen. 50.000 Paar Ski gehen davon jährlich über den Ladentisch.