Der Sommer wird online gebucht. Für Neustart benötigen Touristiker Onlinebuchbarkeit und Flexibilität. Ein Sommerblick.

Von Norbert Oberndorfer. Erstellt am 28. April 2021 (05:55)
Symbolbild
kitzcorner, Shutterstock.com

„Der Tourismus wird zu jenen Bereichen gehören, die am schnellsten vom Aufsperren profitieren werden“, zeigt sich Tourismuslandesrat Jochen Danninger (ÖVP) optimistisch. Diesen Sommer stehe der sichere Aufenthalt aller Gäste in Niederösterreich im Fokus von Land und Niederösterreich Werbung.

Als entscheidende Erfolgsfaktoren sollten Touristiker daher auf Flexibilität bei Buchungen (wie eine 48-Stunden-Stornomöglichkeit) und besonders auf die Onlinebuchbarkeit ihrer Freizeit- und Tourismus-Angebote setzen, sagt Danninger. Mit letzterer Maßnahme könne man auch die Besucherströme lenken und entzerren.

Ab Mai sollen 300 Ausflugsziele online buchbar sein. Dazu hat die NÖ-Werbung in den letzten Monaten beigetragen: Über 200 Tourismus-Betriebe wurden kontaktiert und zehn Webinare zur Digitalisierung durchgeführt.

Seit Pandemiebeginn hat das Land 47 Millionen Euro an Tourismus-Unterstützungen ausbezahlt. Dazu kommen 4,5 Millionen Euro für Hygiene-Maßnahmen und drei Millionen Euro in Form von zwei Förderungen für Projekte rund um „Qualitätstourismus in Niederösterreich“.

Mittelfristig wolle man das Vorkrisen-Niveau wieder erreichen: Gewöhnlich erwirtschaftet der NÖ-Tourismus rund 1,4 Milliarden Euro Umsatz und empfängt 40 Millionen Tagesgäste im Jahr. „Langfristig wollen wir, dass die Ausflugsgäste zu Nächtigungsgästen werden und dadurch die Wertschöpfung steigt“, sagt Danninger. Um das zu erreichen, hat die NÖ-Werbung 40 buchbare Radpakete mit Gepäcktransport und Hotelunterkunft neu entwickelt. NÖ wird als „RADLand im Herzen Europas“ beworben.