Don Gil bekommt Millionen-Geldspritze. Die österreichische Modekette Don Gil bekommt eine Kapitalspritze in Millionenhöhe, ein Verkauf ist damit vorerst vom Tisch. "Das Geld kommt über den italienischen Eigentümerkonzern Mariella Burani und ist letztlich über den italienischen Staat abgesichert", sagte Österreich-Prokurist Thomas Hahn am Freitag.

Erstellt am 15. Juli 2011 (11:13)

Das Modehaus Mariella Burani ist insolvent und befindet sich im Konkursverfahren.

Bis Ende Juli soll es nun zu einer Einigung mit den Banken kommen, so Hahn. Die Idee hinter der Investition sei, den Wert des Unternehmens zu steigern und für den Verkauf attraktiv zu machen, erklärte Hahn. In zwei oder drei Jahren könnte Don Gil also durchaus den Besitzer wechseln. Laut Hahn gibt es "einige seriöse Interessenten aus dem In- und Ausland", die bereit wären, Don Gil zu übernehmen und die Marke fortzuführen.

Beschlossen wurde die Geldspritze am Donnerstag bei einer Generalversammlung in Wien. "Wir glauben an die Attraktivität des Konzepts der Marke Don Gil und wollen damit die Zukunft dieses Traditionsunternehmens langfristig sichern", ließ Vincenzo Borgogna, Mitglied des Vorstands von Fashion Network, am Freitag wissen. Don Gil wurde 1971 vom österreichischen Unternehmer Peter Szlatinay gegründet und befindet sich seit 2004 im Besitz der Mariella Burani Fashion Group, wird aber operativ über Fashion Network SpA (Turin) geleitet.

In Österreich ist Don Gil mit 30 Standorten vertreten und beschäftigt etwa 370 Mitarbeiter. Abgesehen von Österreich gibt es Don Gil auch in der tschechischen Hauptstadt Prag. Die 18 Shops in der Schweiz werden unter dem Namen der Tochter Bernie's geführt.