Doppelstocktriebzüge für Westbahn in Endmontage. Im Werk Altenrhein der Stadler Rail Group läuft der Countdown für die Doppelstocktriebzüge der Westbahn, die ab 11. Dezember den ÖBB auf der Strecke Wien - Salzburg Konkurrenz machen werden.

Erstellt am 21. Oktober 2011 (10:25)

Endmontage und Inbetriebsetzung sind im Gang, für Testfahrten gilt das bereits seit Sommer. "Wir liegen gut im Rennen", betonte Peter Spuhler, Chef Schweizer Unternehmen.

Stadler war im Juni 2009 von der Westbahn mit dem Bau von Doppelstockzügen beauftragt worden. Aus Altenrhein werden nun in den kommenden Wochen sieben jeweils 150 Meter lange sechsteilige Garnituren geliefert. Das Konzept sei ebenso neu wie die 200 km/h schnellen Schienenfahrzeuge, betonte Spuhler.

Im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der Westbahn wird das Schweizer Unternehmen mit der Stadler Linz GmbH künftig auch in Österreich vertreten sein. Die Wartung der Züge wird nach Firmenangeben in der oberösterreichischen Landeshauptstadt erfolgen. Der Vertrag laufe über zwölf Jahre. In Linz werden 14 Mitarbeiter stationiert sein.

Die Stadler Rail Group zählt etwa 3.500 Beschäftigte, 2.200 davon in der Schweiz. Das Unternehmen geht für 2011 von einem konsolidierten Umsatz von 1,5 Milliarden Franken (1,213 Milliarden Euro) aus. Im kommenden Jahr soll die Zahl der Mitarbeiter auf 4.000 steigen. Angepeilt wird 2012 ein Umsatz von 2,3 Milliarden Franken (1,86 Milliarden Euro).