Drei regionale Lösungen für Alpine genehmigt. Drei regionale Auffanglösungen für Baustellen des insolventen Baukonzerns Alpine in den Bundesländern nehmen nun Gestalt an. Der Gläubigerausschuss nahm die Angebote der oberösterreichischen Bauunternehmen Habau und Swietelsky sowie der Salzburger Hinteregger am Freitag einstimmig an. Die Nachricht gibt rund 1.800 Arbeitnehmern Hoffnung auf eine Weiterbeschäftigung.

Erstellt am 28. Juni 2013 (13:38)

Das ist ein Gutteil der 4.905 Mitarbeiter der Alpine Bau GmbH, die seit der Zahlungsunfähigkeit ihres Arbeitgebers um die Zukunft bangen. Zum Zug kommen die Habau mit Sitz in Perg, die von der Alpine den Straßenbau Ost, den Straßenbau Oberösterreich und den Hochbau Oberösterreich mit geschätzten 820 Mitarbeitern übernehmen soll. Der Linzer Baukonzern Swietelsky soll Baustellen in Kärnten sowie in Teilen Oberösterreichs und Salzburgs sowie den Bereich Hochbau Ost mit rund 500 Arbeitnehmern bekommen. G. Hinteregger & Söhne soll in der Steiermark einspringen, 480 Arbeitsplätze könnten dort gerettet werden. Nur in Tirol zieht sich die Lösung für die 450 Alpine-Mitarbeiter noch.

"Die Vereinbarungen ermöglichen aus der Sicht der Masse eine optimale Verwertung des beweglichen Anlage- und Umlaufvermögens auf Baustellen", teilte Masseverwalter Stephan Riel am Freitag mit. Die jeweiligen Partner könnten die Alpine-Mitarbeiter übernehmen, so sie von den jeweiligen Auftraggebern auf den Baustellen beauftragt würden. Auf diese Weise könnten die Bauarbeiten kurzfristig wieder aufgenommen werden. Das Handelsgericht werde die Übernahme dann voraussichtlich am Montag bestätigen, erwarten die Kreditschützer.

Die konkrete Umsetzung, insbesondere die Auftragserteilung an und die Einstellung der betroffenen Mitarbeiter durch die neuen Partner - "liegt außerhalb des Einflusses der Masse der Alpine Bau GmbH", räumte der Insolvenzverwalter ein. Insofern sei zum derzeitigen Zeitpunkt aus seiner Sicht "weder eine verlässliche Einschätzung der Anzahl der betroffenen Baustellen noch der neu zu begründenden Arbeitsverhältnisse möglich", sagte Riel weiters.

Die Österreichischen Bundesbahnen übernehmen indes laut Gewerkschaft vida Hälfte der Alpine-Lehrlinge. 70 der 142 jungen Arbeitnehmer kommen bei der Bahn unter. 26 Lehrlinge erhielten beispielsweise bei der ÖBB Infrastruktur AG eine Ausbildung als Gleisbautechniker, elf in technischen Berufen und sieben im kaufmännischen Bereich, teilte die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) am Freitag mit.