"Wir sind beim Export Schlusslicht". Wettbewerb und Digitalisierung wurden beim Druckertag in Krems diskutiert.

Von Gerti Süss. Erstellt am 18. Mai 2015 (09:23)
NOEN, Foto: Verband Druck & Medientechnik /APA-Fotoservice/Schedl
Vertreter der NÖ-Druckereien beim Druckertag (v. l.): Ingeborg Dockner (Druckerei Dockner), Jörg Stein, Christian Janetschek (Druckerei Janetschek), Bernhard Dockner sen., Gerhard Schmidrathner (NÖ Pressehaus), Johann Sandler (Sandler print & more), Gerhard Siller (Druckerei Siller), Edi Rabl (Rabl Druck), Andreas Geritzer (Riedel Druck), Katja Erhart-Viertlmayr (Druckerei Queiser), Bernhard Dockner jun.
„Gerade in Niederösterreich gibt es viele Großdruckereien, die exportabhängig sind. Für diese Firmen wird es sehr eng“, sagt Ingeborg Dockner, NÖ Obfrau des Verbands für Druck und Medientechnik, am Rande des Druckertrages am Samstag in Krems. Österreich bilde sogar das europaweite Schlusslicht beim Export von Druckwerken. „Das hängt von der Bürokratie, aber auch von den vergleichsweise hohen Löhnen ab“, so Dockner. Der aktuelle Kollektivvertrag gilt bis 2016 als unkündbar. Nach wie vor gebe es kaum Reformbereitschaft für danach.

„Wir wollen, dass es den Mitarbeitern gut geht, aber ohne Kompromiss wird das langfristig nicht gehen“, so Dockner. Derzeit gibt es in NÖ etwa 180 Druckerbetriebe im engeren Sinne. Seit 2001 hat sich die Branche mehr als halbiert.