IG Windkraft unterstützt Klimavolksbegehren. Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft, unterstützt das Klimavolksbegehren. Für die Unterschrift hat er einen besonderen Ort ausgesucht: Das Dach eines Windrads in Pottenbrunn.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 05. November 2019 (15:21)

Fünf Jahre sind die vier neueren Windräder alt, die mit 15 weiteren im Windpark Pottenbrunn bei St. Pölten stehen. Jedes von ihnen hat eine Leistung von drei Megawatt und kann 2.000 Haushalte in St. Pölten mit Strom versorgen. IG Windkraft-Geschäftsführer Stefan Moidl und Katharina Rogenhofer, die Sprecherin des Klimavolksbegehrens, haben auf dem Dach eines dieser vier Windräder jetzt Vormittag ihre Allianz besiegelt.

Für Moidl ist das Klimavolksbegehren ein wichtiges Instrument, um der aktuellen Klimabewegung eine deutliche Stimme zu geben. Aktuell werde rund elf Prozent des Strombedarfs in Österreich aus Windkraftwerken gewonnen – in Niederösterreich ist es ein Drittel. Bis 2030 soll es mehr als ein Viertel sein, betont Moidl gegenüber der NÖN.

Außerdem ist das weiterführende Ziel, bis 2040 bundesweit die gesamte Energie ohne CO2-Ausstoß zur Verfügung zu stellen. Dafür brauche es laut Moidl ein verbessertes Ökostromgesetz und den Ausbau von Windenergie und Photovoltaik.

60.000 Personen haben unterschrieben

Ab heute, Dienstag, werden die Initiatorinnen und Initiatoren des Klimavolksbegehrens mit einer Kampagne mit Schwerpunkt Online und Sozial Media um weitere Unterschriften rittern, sagt Katharina Rogenhofer. Aktuell hätten rund 60.000 Personen das Klimavolksbegehren unterzeichnet. Seit Anfang September kann unterschrieben werden. Damit ein Volksbegehren dem Nationalrat zur Behandlung vorgelegt wird, braucht es 100.000 Unterschriften.

Die IG Windkraft ist die österreichische Interessenvertretung für Windenergiebetreiber, -hersteller und -förderer und hat ihren Sitz in St. Pölten.