Erste-Chef Treichl ist froh über Osteuropa-Sparte. Erste-Chef Andreas Treichl fühlt sich wohl mit dem Ergebnis der ersten sechs Monate 2011, sagte er am Freitag bei der Bilanzpressekonferenz. Nun könne man froh sein, "dass Österreich in höherem Maß an Zentral-/Osteuropa gebunden ist als andere." Und die Erste Group könne froh sein, dass sie in diesem Geschäft tätig sei. Von den 50.400 Beschäftigten der Erste Group arbeiten 34.500 in Osteuropa.

Erstellt am 29. Juli 2011 (14:41)

Erste-Chef Andreas Treichl fühlt sich wohl mit dem Ergebnis der ersten sechs Monate 2011, sagte er am Freitag bei der Bilanzpressekonferenz. Nun könne man froh sein, "dass Österreich in höherem Maß an Zentral-/Osteuropa gebunden ist als andere." Und die Erste Group könne froh sein, dass sie in diesem Geschäft tätig sei. Von den 50.400 Beschäftigten der Erste Group arbeiten 34.500 in Osteuropa.

Trotz Eurokrise und weltweiter Unsicherheiten werde die Region in den nächsten Quartalen besser abschneiden als Westeuropa, sagte Treichl. Dass die USA wegen des Schuldenstreits pleitegehen, hält Treichl für "ziemlich ausgeschlossen. Das kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Ich muss aber gestehen, dass in den letzten Jahren mehrere Dinge passiert sind, die ich mir nicht vorstellen konnte."

Noch läuft durch Mittel- und Ostereuopa ein Bruch bei den Kreditwertberichtigungen der Bank. Insgesamt sollten die Kreditvorsorgen heuer aber um 10 bis 20 Prozent zurückgehen.Von Jänner bis Juni hat die Erste Group den Nettogewinn um 5,2 Prozent auf 496,3 Mio. Euro gesteigert, was primär den gesunkenen Risikovorsorgen zu danken war. Das Betriebsergebnis war mit 1,967 Mrd. Euro um 1,2 Prozent leicht rückläufig.

Die Bank spricht von "außerordentlich hohen Belastungen durch Bankensteuern", die in Österreich 68 Millionen und Ungarn 27 Millionen Euro ausmachten. Treichl beklagte sich einmal mehr über die neue Steuerlast. Die Erste sei die am höchsten besteuerte Bank, die es gibt.

In den letzten Quartalen ist der Nettogewinn jeweils zurück gegangen, gegenüber dem Vorjahresquartal lag die Bank im 2. Quartal 2011 mit einem Nettogewinn von 235,7 Mio. Euro aber darüber.

Im Lauf des Spätsommer will Treichl das in der Finanzkrise eingeschossene Staatsgeld (1,2 Mrd. Euro) zurückzahlen. Er warte nur mehr auf das Okay der Aufsicht. Mit dem Finanzministerium sei alles geklärt.