es günstiger ist. Spritpreise im Internet abrufen und besser vergleichen können.

Erstellt am 07. August 2011 (20:03)
NOEN
VON GERTI SÜSS

Die Spritpreis-Datenbank, die vom Wirtschaftsministerium und der Energie-Regulierungsbehörde E-Control entwickelt wurde, ist startklar. Die Meldepflicht für die Tankstellenbetreiber hat bereits begonnen; für die Konsumenten soll die Datenbank ab dem 16. August abrufbar sein. Damit wollen wir die Autofahrer aktuell über die günstigsten Tankstellen in ihrer Umgebung informieren, erklärt Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner.

Preistransparenz-Verordnung  als gesetzliche Grundlage

Aufgrund einer neuen Preistransparenz-Verordnung müssen alle Tankstellen-Betreiber ihre Spritpreise an die E-Control melden. Diese veröffentlicht die Preise auf der Webseite www.spritpreisrechner.at. Ab nächster Woche erfahren die Autofahrer unter dieser Adresse, welche zehn Tankstellen sich in ihrer Umgebung befinden, wobei die fünf günstigsten Anbieter mit Preisangaben angezeigt werden. Laut E-Control wird die Datenbank auch über Smartphones abrufbar sein; spezielle Applikationen dafür sind derzeit in Planung.

Die Tankstellen-Betreiber müssen nun jede Spritpreis-Änderung zeitnah an die E-Control übermitteln. Bei Preiserhöhung beträgt die Mitteilungsfrist zehn Minuten, bei Preissenkungen eine halbe Stunde. Tankstellenbetreiber, die ihre Spritpreise nicht melden, werden von der Bezirksverwaltung geahndet, erklärt Johannes Mayer, der seitens der E-Control verantwortlich für die inhaltliche Entwicklung der Datenbank ist. Er geht jedoch davon aus, dass die Tankstellenbetreiber die Spritpreise ohnehin aus Eigeninteresse melden werden und spricht von sehr positiven Reaktionen seitens der Tankstellen.

Tankstellen kritisieren  Verwaltungsaufwand

Werner Reismann, der NÖ Fachgruppen-Obmann der Tankstellenbetreiber, sieht das ganz anders. Dadurch entsteht ein hoher Verwaltungsaufwand bei einem gleichzeitig geringen Kundennutzen. Außerdem bringt die Datenbank per se keine günstigeren Preise, erklärt Reismann, und weiter: Einzelne Betreiber erhoffen sich dadurch vielleicht einen Wettbewerbsvorteil. Ich sehe das als eine Konkurrenzierung nach unten.