EU leitete Wettbewerbsverfahren gegen ARA ein. Die EU-Kommission hat ein Wettbewerbsverfahren gegen das österreichische Abfallunternehmen ARA eingeleitet. Die Brüsseler Behörde erklärte am Freitag, es gebe Bedenken, dass ARA Wettbewerber daran hindern könnte, in die Märkte für das Management von Haushaltsverpackungsabfall und von gewerblichem Verpackungsabfall einzutreten bzw. ihre dortigen Positionen auszubauen.

Erstellt am 15. Juli 2011 (14:20)

Die EU-Kommission hat ein Wettbewerbsverfahren gegen das österreichische Abfallunternehmen ARA eingeleitet. Die Brüsseler Behörde erklärte am Freitag, es gebe Bedenken, dass ARA Wettbewerber daran hindern könnte, in die Märkte für das Management von Haushaltsverpackungsabfall und von gewerblichem Verpackungsabfall einzutreten bzw. ihre dortigen Positionen auszubauen.

Dies wäre ein Verstoß gegen EU-Recht, der missbräuchliche Verhaltensweisen verbietet. Die Kommission betonte, die Einleitung eines Verfahrens bedeute nicht, dass Beweise einer Zuwiderhandlung vorlägen, sondern dass in der Causa vorrangig ermittelt werde. Eine Frist für den Abschluss der Ermittlungen gibt es nicht. Die Dauer der Untersuchung hängt von zahlreichen Faktoren sowie der Komplexität des Falls ab.

Die Ermittlungen der Kommission konzentrieren sich auf "ARA's potentiellen Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung, der insbesondere in der Verweigerung effektiven Zugangs zu der für den Markteintritt notwendigen Sammelinfrastruktur liegen könnte". Außerdem könnte ein Missbrauch darin liegen, dass Druck auf Kunden und Sammeldienstleister ausgeübt wurde, keine Verträge mit ARA-Wettbewerbern zu schließen.

Die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) bestätigte am Freitag die Einleitung des Wettbewerbsverfahrens, sieht dem aber relativ gelassen entgegen. "Wir sind zuversichtlich, dass mit dem Verfahren die Zweifel an der korrekten Gestion der ARA ausgeräumt werden", so Vorstandssprecher Christoph Scharff Geprüft werde man aufgrund der Monopolstellung, Schuld, dass bis dato kein Mitbewerber Fuß fassen konnte, habe man aber nicht.