Frankreich bei WKNÖ-Länderforum im Fokus. Über die Chancen für niederösterreichische Unternehmen in Frankreich informierte das Länderforum in der WK NÖ.

Von Lara Ritter. Erstellt am 28. Februar 2019 (16:29)
NÖN
Symbolbild

Unternehmen wie der Waldviertler Betrieb „Käsemacher“, der seine Antipasti nach Frankreich exportiert, sind in Niederösterreich eine Ausnahme. Um das zu ändern, fand am Montag dem 25. Februar das Länderforum Frankreich, als Teil der von der ÖVP angekündigten Export-Offensive, statt. Auf diesem informierten Vertreter vom AußenwirtschaftsCenter Paris, der Industriellenvereinigung NÖ und der Wirtschaftskammer NÖ über den französischen Markt.

Laut Erwin Strutzenberger, vom AußenwirtschaftsCenter Paris, gibt es mehrere Branchen in denen Marktchancen für niederösterreichische Unternehmen bestehen. Dazu würden unter anderem der Anlagenbau, der Hoch- und Tiefbau im Bereich der Baumaterialien, sowie die Mobilität (Luft, Straße und Schienen) gehören. Auch in der Nahrungsmittelindustrie gäbe es Potential für Exporte, etwa beim Biomarkt, der in Frankreich um etwa 20 Prozent jährlich anwachse.

Aktuell gebe es 38 Betriebe in Niederösterreich mit insgesamt 59 Niederlassungen in Frankreich, darunter „voestalpine“ und „Doka“. 160 niederösterreichische Unternehmen hätten dort einen ständigen Vertriebspartner. „Bei der derzeitigen Mengen an Exporten von Niederösterreich nach Frankreich gibt es Luft nach oben“, meinte Eva Hahn, von der Abteilung Außenwirtschaft der WK NÖ. Hatten niederösterreichische Exporte nach Frankreich 2015 noch 801 Millionen Euro betragen, sanken sie 2017 auf ca. 725 Millionen Euro. Ziel der Exportoffensive ist es sie bis 2023 wieder auf 815 Millionen Euro zu steigern.