Erstellt am 19. Dezember 2017, 02:43

von Anita Kiefer

Intelligente Stromzähler kommen erst im Herbst 2018. Für Herbst 2017 geplantes Roll-out der digitalen Zähler wird um ein Jahr verschoben. Konzernergebnis stieg um 60,4 Prozent.

Die Roll-out der Smart Meter war für Herbst/Winter 2017 geplant. Die digitalen Stromzähler müssen nach EU-Vorgaben bis 2020 in 80 Prozent der Haushalte installiert sein  |  Lisa S./Shutterstock.com

„In mehrfacher Hinsicht außergewöhnlich“, so bezeichnete EVN-Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz das abgelaufene Geschäftsjahr 2016/17 des niederösterreichischen Energieversorgers. Der Winter sei der zweithärteste in den vergangenen 20 Jahren gewesen – und dementsprechend gab es auch einen Anstieg bei der Nachfrage nach Energie. Die Konsequenz: Der Umsatz des Konzerns stieg per 30. September um 8,3 Prozent auf rund 2,2 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr, das Konzernergebnis um 60,4 Prozent auf 251 Millionen Euro (siehe Infobox). Bei der Hauptversammlung werde man daher eine Erhöhung der Dividende von 0,42 Euro auf 0,44 Euro je Aktie vorschlagen, so Szyszkowitz, außerdem die Zahlung einer einmaligen Bonusdividende von 0,03 Euro pro Aktie.

Die Einführung der Smart Meter, der intelligenten Stromzähler, wird die EVN um mindestens ein Jahr nach hinten verschieben. Der Roll-out war eigentlich für Herbst bzw. Winter dieses Jahres geplant. Qualität und Datensicherheit seien noch nicht gegeben, so EVN-Vorstand Franz Mittermayer. „Deshalb verschieben wir die Einführung unserer intelligenten Stromzähler auf den Herbst 2018.“

Ob sich die Einführung der Smart Meter nach EU-Vorgaben (Roll-out von 80 Prozent bis 2020) ausgeht, konnte Stefan Szyszkowitz auf Nachfrage von Journalisten nicht beantworten. „Das kann ich aus heutiger Sicht noch nicht sagen, weil wir noch nicht begonnen haben.“