Zalto: Lebensfreude & Genuss aus Glas

„Zalto“ aus Gmünd behauptet sich seit über 15 Jahren am Markt. Verkauft wird aber mehr als nur Gläser.

Erstellt am 15. Dezember 2021 | 04:46
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Zalto-Gläser werden in der Slowakei produziert, geben in Gmünd dennoch 21 Mitarbeiterinnen einen Job.
Foto: shutterstock.com/Diyana Dimitrova

Als Josef Karner und Martin Hinterleitner 2006 bei Zalto-Glas mit Sitz in Gmünd eingestiegen sind, galt ihr Schritt als „wagemutig“. Der Markt war gesättigt, trotzdem entwickelte sich „Zalto“ zum Glas-Musthave. Geschäftsführer Josef Karner spricht heute – 15 Jahre später – von einer „Erfolgsstory“. Vor Kurzem wurde ihm für seine Verdienste der Berufstitel Kommerzialrat verliehen.

Die Marke Zalto habe dazu beigetragen, dass das mundgeblasene Glas wieder mehr ins Bewusstsein der Weinkenner rückt, blickt Karner zurück. Das Sortiment ist mit neun verschiedenen Gläsern schlank geblieben, an den Designs habe sich nichts verändert. „Es ist eine österreichische Eigenheit zu denken, man müsse ein Original besser machen“, sagt er. Produziert wird in der Slowakei – für Verwaltung, Vertrieb und Logistik sind am Firmensitz im Gmünder Access-Industrial-Park dennoch 21 Mitarbeiterinnen beschäftigt.

Geschäftsführer Josef Karner: „Zalto ist eine Erfolgsstory.“ Foto: privat
Geschäftsführer Josef Karner: „Zalto ist eine Erfolgsstory.“
Foto: privat

Und freilich im Marketing: „Einen Wein kann man auch aus einem Sektglas trinken, aber dann macht es keinen Spaß. Wir verkaufen Lebensfreude und Genuss.“ Der Großteil der Gläser ist für den Export bestimmt. Neben Deutschland, Italien und Frankreich seien die USA der wichtigste Absatzmarkt. Dass in New Yorks feinsten Restaurants aus Zalto-Gläsern getrunken wird, macht Karner stolz. Die Zeit bei Zalto-Glas bezeichnet er als „schönste Berufsjahre“. Trotzdem: Der Einsatz war ob der vielen Reisetätigkeiten hoch, er und Co-Geschäftsführer Martin Hinterleitner setzen auf „Personal Selling“. „Die Musik spielt draußen“, sagt er.

In den Lockdowns war das eingeschränkt, auch Restaurants und Winzer haben weniger nachgefragt. Dafür sei der Privatkundenbereich gestiegen: „Die Leute wollten sich für zuhause etwas Schönes kaufen“, betont Karner. Wie es bei Zalto weitergeht? „Wir sehen für die Gläser weiterhin Potenzial, haben noch viel zu tun.“