Falsch entsorgt: 163 Tonnen Akkus im NÖ-Restmüll. In Niederösterreich landen fast 2.000 Tonnen Elektroaltgeräte und 163 Tonnen Batterien im Restmüll. Diese Falschentsorgung ist nicht nur eine Verschwendung wertvoller Ressourcen sondern auch brandgefährlich, warnt die WKNÖ. Mit einer Social Media-Kampagne will sie jetzt gegensteuern und informieren.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 05. Mai 2021 (10:22)

Im Jahr 2020 wurden über 14.000 Tonnen Elektroaltgeräte und 308 Tonnen Batterien in Niederösterreich ordnungsgemäß entsorgt. Laut der letzten Restmüllanalyse 2018/2019 landeten aber 1.958 Tonnen Elektroaltgeräte sowie 163 Tonnen Batterien im Restmüll, informiert die WKNÖ in einer Aussendung.  „Im Restmüll entsorgte Elektroaltgeräte und Batterien sind nicht nur eine Verschwendung von wertvollen Ressourcen, es ist auch sehr gefährlich. Immer öfter kommt es bei den Entsorgungsbetrieben zu gefährlichen Bränden“, wird Thomas Kasper, Obmann der Fachgruppe Entsorgungs- und Ressourcenmanagement in einer Aussendung zitiert.

Lithium-Batterien sind sehr gefährlich

„Besonders die in fast allen modernen Geräten verbauten Lithium-Ionen-Batterien sind aufgrund der sehr hohen Energiedichte gefährlich. Da sie aber auch zu 75 Prozent recycelbar sind, geht es neben der Brandgefahr auch darum, bewusst zu machen, wie wichtig eine korrekte, nachhaltige Entsorgung ist“, sagt WKNÖ-Obmann der Entsorgungs- und Ressourcenmanagement Thomas Kasper.

Mit einer Social Media-Kampagne wollen die Entsorger und Aufbereiter daher nun auf diese Gefahr hinzuweisen. In einem spektakulären Video wird gezeigt, wie verheerend sich ein Brand aufgrund falsch entsorgter Akkus auswirkt. Es wurde kürzlich in Maissau (Bezirk Hollabrunn) gedreht. Florian Hengl, Ausschussmitglied der Fachgruppe, stellte dazu sein Firmengelände zur Verfügung: „Dieses Thema wird immer brisanter, daher ist es wichtig, die Leute hier zu sensibilisieren."

Ab Anfang Juni soll das Video über Facebook, Youtube und der Website www.dieressourcenmanager.at ausgespielt werden.