Ergebnis im Steigflug. Bilanz 2017 mit Gewinnplus. Heuer sollen 1.000 neue Jobs kommen.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 06. März 2018 (02:06)
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Wesentliches Wachstum erwarten die Flughafen-Vorstände von der Lufthansa-Gruppe, der Langstrecke und dem Low-Cost-Sektor.
APA/Herbert Pfarrhofer

Die Bilanzzahlen für das Jahr 2017 der Flughafen-Wien-Gruppe befinden sich im Höhenflug. Die Zahl der Passagiere kletterte auf mehr als 30,9 Millionen im Jahr 2017, der Umsatz auf 753 Millionen Euro, das Nettoergebnis auf 126,9 Millionen Euro – und das trotz der Pleite von Air Berlin und Niki.

Auch 2018 scheint es in dieser Höhenflug-Tonalität weiterzugehen. Für das laufende Jahr rechnet der Flughafen mit einem Plus von sieben Prozent bei den Passagieren (fünf Prozent Plus in Wien), auch der Umsatz soll auf über 760 Millionen Euro steigen, das EBITDA auf über 340 Millionen Euro, das Nettoergebnis auf mindestens 140 Millionen Euro.

Wesentliches Wachstum wird von der Lufthansa-Gruppe, der Langstrecke und dem Low-Cost-Sektor erwartet. „Mehr als 1.000 neue Arbeitsplätze“ würden ohne die Bereiche Airlines und Aviation durch Betriebsansiedelungen und die Erweiterung der Airport City entstehen, so Flughafen-Vorstand Günther Ofner in der Vorwoche vor Journalisten. 500 davon fallen auf ein Logistikzentrum von DHL.

Im April wird der Spatenstich für den Bau des Office Parks 4 erfolgen – die Bauarbeiten sollen 2020 abgeschlossen sein. Außerdem wird bereits nach Interessenten für ein drittes Hotel am Flughafen gesucht. Der Start von Laudamotion sei noch „mit einigen Fragezeichen“ verbunden, so Ofner. Vorerst rechnet er damit, dass zwei bis vier Flugzeuge in Wien stationiert werden. Künftig sollen es aber „deutlich mehr“ werden.

Verkehrsaufkommen auf Straße großes Problem

Ein Problem sei jedenfalls das Verkehrsaufkommen auf der Straße rund um den Flughafen. Es brauche dringend Donauquerung und Ausbau der Bahnverbindung nach Bratislava und Budapest. Ansonsten drohe ein „Verkehrsinfarkt“, so Ofner.

Auch das Thema Dritte Piste werde die beiden Vorstände Ofner und Julian Jäger „in nächster Zeit wieder beschäftigen“, so Günther Ofner. Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts werde für das erste Halbjahr 2018 erwartet. Mit endgültiger Rechtssicherheit rechnet Jäger für die kommenden drei Jahre – nachdem von einer Berufung beim Höchstgericht gegen eine positive Bundesverwaltungsgerichts-Entscheidung ausgegangen wird.

Die beiden Flughafen-Vorstände gehen davon aus, dass in absehbarer Zeit die Passagiergrenze von 30 Millionen in Wien überschritten wird. 2017 waren es 24,4 Millionen. Ofner und Jäger schätzen, dass mit zwei Pisten rund 35 Millionen Passagiere abgefertigt werden können.