Millionen fließen in NÖ Breitband-Ausbau. Bund pumpt 230 Millionen in die Infrastruktur in NÖ. Land unterstützt in Peripherie.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 19. August 2020 (04:18)
Breitband zeichnet sich durch höhere Datenübertragungsraten aus.Bis 2030 soll es flächendeckend schnelles Internet geben.
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Firmen mussten ihre Arbeit zum Teil gänzlich ins Homeoffice verlegen, und Kinder lernten plötzlich online: In der Coronakrise hat sich die Bedeutung eines leistungsstarken Internets noch stärker gezeigt. Spätestens 2030 soll es das auch im abgelegensten Haushalt geben. Bis dahin will die Regierung die flächendeckende Versorgung mit Gigabit-Anschlüssen erreicht haben.

Im Zuge der Initiative Breitband Austria stellt der Bund dafür seit 2015 österreichweit eine Milliarde Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Konkret erteilt wurden laut dem für Regionen und Breitbandausbau zuständigen Ministerium von Elisabeth Köstinger (ÖVP) bisher Förderzusagen in Höhe von 802 Millionen Euro. Nach NÖ fließen fast 230 Millionen Euro – der größte Teil ins Mostviertel.

Zusätzlich zu den Bundesgeldern fördert in NÖ auch das Land den Breitbandausbau. 2016 wurde eine Breitband-Initiative gestartet. Ziel dieser ist es, den ländlichen Raum mit schnellem Internet zu versorgen. In Städten und Ballungsräumen erledigen das ohnehin private Anbieter. Für Gemeinden mit bis zu 5.000 Einwohnern errichtet die NÖ Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG) die Infrastruktur.

Bereits erfolgt ist das in vier Pilotregionen, Waldviertler StadtLand, Thayaland, Ybbstal-Eisenstraße und Triestingtal. Bis 2022 kommen weitere 100.000 Haushalte dazu. Zusätzlich wurden vor dem Sommer 100 Millionen Euro Förderung für periphere Gebiete beschlossen. „So können nahezu alle 800.000 Haushalte und Betriebe mit Breitbandinfrastruktur erschlossen werden“, heißt es aus dem Büro von Landesrat Jochen Danninger.

„Es liegt noch viel Arbeit vor uns“

Österreich liegt laut dem Inclusive Internet Index 2020 der Economist Intelligence Unit beim Breitbandausbau auf Platz 16 von 100 untersuchten Ländern. Eine Grundversorgung mit Festnetz-Breitband (bis 10 Mbit/s Download-Rate) gibt es laut dem Evaluierungsbericht des Ministeriums in 99 Prozent der Haushalte. Gigabit-fähige Anschlüsse sind erst für 17 Prozent der Wohnsitze verfügbar. „Es liegt noch viel Arbeit vor uns“, sagt die zuständige Ministerin Elisabeth Köstinger.

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