Initiative Standort: Mit Investitionen gegen die Krise. Die "Initiative Standort" begrüßt Pläne der Regierung, fordert aber mehr Entlastungen.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 21. April 2021 (03:07)
Für Günter Stummvoll ist der Schuldenabbau kein Gebot der Stunde.
Marschik, Marschik

Applaus für die Anfang der Woche von der türkis-grünen Bundesregierung vorgestellten „Comeback“-Pläne gibt es von der Initiative Standort, einem Zusammenschluss von acht Interessensverbänden und fünf Kammern. „Wir müssen uns aus der Krise herausinvestieren. Die nun vorgelegten Pläne sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung“, betont Günter Stummvoll, der Sprecher der Initiative.

Zugleich appelliert er an die Regierung, von Steuer-Erhöhungen abzusehen und die Lohn-Nebenkosten mit mehr Nachdruck als bisher zu senken: „Wir haben im internationalen Vergleich eine viel zu hohe Abgabenquote, um auf Sicht wettbewerbsfähig bleiben zu können.“

Generell erfüllt die Regierung mit ihren „Comeback“-Plänen viele Forderungen der Initiative Standort. Sie macht sich unter anderem für massive Investitionen in die Ökologisierung, die Digitalisierung, Forschung und Innovation sowie die Verkehrsinfrastruktur stark. Zudem müsse der Stärkung des Eigenkapitals der Betriebe sowie der Fachkräfteausbildung besonderes Augenmerk gelten.

Dass der Staat bei Investitionen auf der Bremse stehen müsse, weil die Corona-Schulden abzubezahlen wären, sieht Stummvoll nicht so: „Entscheidend ist nicht der Schuldenstand, sondern die Schuldenquote. Und diese sinkt, wenn das Bruttosozialprodukt rascher steigt als die Schulden.“ Ein Vorteil ist auch: 3,5 Milliarden Euro für den Wiederaufbauplan kommen von der EU.