Wussten Sie, dass .... Sie wollten schon immer etwas Bestimmtes vom Flughafen Wien wissen? Der Flughafen beantwortet in den nächsten Wochen jede eingesendete Frage, die Antworten werden in Ihrer NÖN-Lokalzeitung und hier veröffentlicht.

Erstellt am 24. September 2019 (13:09) – Anzeige
zVg Flughafen Wien
Flughafen Wien

Alexander Schipfer senior: Und wieder musste laut Kronenzeitung ein Flugzeug, gestartet am Flughafen, wegen „ungewöhnlichen Geruchs in der Kabine“ umkehren. Und wieder wurde wahrscheinlich Kerosin abgelassen. Meine Frage: Über welchem Gebiet wird in solchen Fällen Kerosin abgelassen?

Kleemann: In der Luftfahrt steht Sicherheit immer an erster Stelle. Bei dem Flugzeug, das vergangene Woche aufgrund eines von der Crew festgestellten ungewöhnlichen Geruchs nach Wien zurück gelandet ist, handelte es sich um einen Airbus A320. Bei diesem Flugzeugtyp ist das Ablassen von Kerosin technisch nicht möglich und hat daher nicht stattgefunden. Grundsätzlich findet ein Ablassen von Kerosin auch bei Flugzeugen, die dazu technisch in der Lage sind, nur in absoluten Notsituationen statt, wenn eine Landung durch die Betankung des Flugzeuges aufgrund des damit zu hohen Gewichts nicht möglich ist und nur nach Freigabe durch die Flugsicherheitsbehörde. Das passiert allerdings nur über nicht bewohntem Gebiet und in großen Höhen, das ausgestoßene Kerosin verflüchtigt sich unmittelbar nach dem Austritt und erreicht niemals den Boden.

Josef Müller: Ich wohne in einer sog. Gartenstadt ca. 20 km westlich des Flughafens Schwechat. Tatsächlich haben wir hier eine sehr hohe Wohnqualität – wenn da nicht immer dieses Gedröhne von oben wäre. Leider können wir daher nicht in die Jubelgesänge über ständig steigende Fluggastzahlen am Flughafen Wien einstimmen.

Wie sehen die Vorschriften bezüglich erlaubter Lärmbelästigung durch Verkehrsflugzeuge aus? Wer macht diese Vorschriften? Sind es nationale Regeln oder international festgelegte?
 

zVg Flughafen Wien AG
Peter Kleemann, Pressesprecher Flughafen Wien AG

Kleemann: Das Passagierwachstum am Flughafen Wien sichert Arbeitsplätze, stärkt den Wirtschaftsstandort und schafft mehr Reiseangebote. Mit über 22.500 Beschäftigen ist der Flughafen einer der größten Arbeitgeber der Region. Die Bevölkerung in den umliegenden Gemeinden und Bezirken spürt aber eine Belastung durch den Flugverkehr. Der Flughafen Wien ist hier seit vielen Jahren um einen laufenden Interessensausgleich zwischen allen Betroffenen und der Flugverkehrswirtschaft bemüht. Im Dialogforum verhandeln und beschließen Anrainer, Fluggesellschaften, die Flugsicherung und der Flughafen auf Augenhöhe Maßnahmen zur Verringerung der Flugverkehrsbelastung und Verbesserung der Lebensqualität und wachen über die Einhaltung.

So wurden Lärmgrenzwerte festgelegt, die strenger sind als gesetzlich vorgeschrieben, eine Nachtflugregelung wurde vereinbart und durch das freiwillig auferlegte Lärmschutzprogramm wurden tausende Objekte in der Umgebung des Flughafen Wien mit Lärmschutzfenstern ausgestattet. Ein neues Lärmgebührenmodell macht den Einsatz von lauten Flugzeugen teurer und wird Airlines zu einer Umstellung auf leisere Flugzeuge bewegen. Weitere Informationen zum Dialogforum und die dort vereinbarten Maßnahmen finden Sie unter www.dialogforum.at

Der Flughafen beantwortet in den nächsten Wochen jede eingesendete Frage, die Antworten werden jede Woche in einer Kolumne in der NÖN veröffentlicht. Schicken Sie Fragen an flughafen@noen.at

Andreas Hofer
Entgeltliche Einschaltung der

Andreas Hofer