Wussten Sie, dass .... Sie wollten schon immer etwas Bestimmtes vom Flughafen Wien wissen? Der Flughafen beantwortet in den nächsten Wochen jede eingesendete Frage, die Antworten werden jede Woche in ihrer NÖN veröffentlicht.

Erstellt am 12. November 2019 (00:01) – Anzeige
zVg Flughafen Wien

In der Diskussion um die Verlängerung der Breitspurbahn aus der Slowakei in den Raum Wien wurden viele Pro- und Kontra-Argumente ausgetauscht. So wurde auch auf die Bedeutung für den Flugverkehr hingewiesen. Gibt es tatsächlich große Synergien einer Breitspurbahn mit dem Flughafen?

Peter Kleemann, Pressesprecher Flughafen Wien AG
zVg Flughafen Wien AG


Kleemann: Mit dem Flugzeug werden vorwiegend Güter transportiert, die ein geringes Gewicht und einen hohen Wert aufweisen und sehr rasch verfügbar sein müssen. Für den Transport mit der Bahn eignen sich eher große, sperrige und schwere Güter, die auch einen längeren Zeitraum unterwegs sein können. Daraus ergibt sich, dass in Bezug auf Luftfracht kaum Synergien mit dem Bahn- oder Schiffstransport bestehen. So wünschenswert die Verlagerung von Gütertransporten von der Straße auf die Bahn ist, so ergeben sich daraus wohl auch künftig wenige Anknüpfungspunkte zum Bereich der Luftfracht am Flughafen.

Bei einer Veranstaltung, in der Bürger der Flughafen-Anrainergemeinden eingebunden waren, wurde davor gewarnt, der Flughafen plane die Enteignung von Grundstücken, und es wurde anwaltliche Hilfe dagegen angeboten. Plant der Flughafen Enteignungen?
Kleemann: Es gibt keine Planungen des Flughafens zur Enteignung von Grundstücken in Anrainergemeinden. Wer das behauptet, betreibt plumpe Panikmache. Das gilt auch für das künftige Projekt einer dritten Piste. Der Flughafen besitzt bereits derzeit viele Flächen im Projektgebiet und kann also für Interessierte einen Grundstückstausch anbieten. Für die darüber hinaus benötigten Flächen wird es jedenfalls zeitgerechte Verhandlungen über den allfällig notwendigen Erwerb geben. Jetzt Grundstückseigentümer zu beunruhigen, dient wohl eher der beabsichtigten Geschäftemacherei von Anwälten als einer objektiven und wahrheitsgetreuen Information der Bürger.

Viele Beobachter fragen sich, was der Flughafen tut, um dem Klimawandel entgegenzuwirken?
Kleemann: Der Flughafen bemüht sich seit 2011 erfolgreich um eine deutliche Steigerung der Energieeffizienz und eine Verringerung des CO2-Ausstoßes. Die vielen Maßnahmen, die gesetzt wurden, haben beachtenswerte Erfolge erzielt: So konnte der CO2-Ausstoß um über 70 %, der Energieverbrauch um mehr als 40 % pro Verkehrseinheit reduziert werden. In absoluten Zahlen ging der CO2-Ausstoß von über 60.000 Tonnen auf nunmehr 26.000 Tonnen zurück. Schon in wenigen Jahren soll durch die Umsetzung weiterer Maßnahmen der Betrieb des Flughafens CO2-neutral werden. Der Ausbau von Photovoltaik ist ein wichtiger Teil davon, mehr als 3 Mio. kWh Strom werden so jährlich produziert, die Kollektorfläche wird nächstes Jahr bei mehr als 16.000 m2 liegen, das sind mehr als drei Fußballfelder.

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Andreas Hofer

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Andreas Hofer