Gemeindeförderung mit Klimazielen. Mindestens 20 Prozent des eine Milliarde schweren Konjunkturpakets sollen Orte für Klimaschutz aufwenden. NÖ ist hier Vorzeigeregion.

Von Maria Prchal. Erstellt am 31. Juli 2020 (12:31)
Eine Solaranlage kann direkt für die Warmwassererzeugung genutzt werden oder man koppelt sie mit einem Heizsystem, um Kosten zu sparen.
NOEN, Sonnenkraft

Eine Milliarde Euro gibt es für die österreichischen Gemeinden zur "grünen Konjunkturbelebung aus der Krise heraus", wie es der Gemeindebund nennt, der die Förderung mitentwickelt hat. Denn dieses Geld soll auch in den Klimaschutz fließen, mindestens 20 Prozent der Summe bundesweit. 

Dabei sollen die Gemeinden auf Mehrfachförderungen setzen, die unbürokratisch zu beantragen seien. Die Antragstellung ginge wirklich rasch und einfach, bestätigt Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl, der selbst Bürgermeister von Grafenwörth ist.

Das "kommunale Investitionsprogramm 2020" (KIP) ist das größte Hilfspaket für Städte und Gemeinden in Österreich, das jemals beschlossen wurde. 

420 Klimabündnis-Gemeinden

Die Gemeinden seien seit Jahren Trendsetter im Klimaschutz, in Niederösterreich wurden etwa in den vergangenen Jahren 173.000 Beleuchtungen durch moderne LED-Technologie ersetzt und dadurch sechs bis neun Millionen Euro jährlich gespart. Außerdem wurden 240 Solar-Anlagen auf Gemeindegebäuden installiert und 100 Gebäude an Biomasse und Nahwärmeanlagen angeschlossen.

Außerdem: „Wir sind Europameister, wenn es um Klimabündnisgemeinden geht – in keiner anderen europäischen Region gibt es mehr Mitgliedsgemeinden", erklärt Niederösterreichs Umweltschutzsprecher und Landtagsabgeordneter Josef Edlinger. 1,4 Millionen Niederösterreicher leben in den insgesamt 420 Klimabündnisgemeinden.