Generali sucht 50 Mitarbeiter. Der neue Regionaldirektor Reinhard Pohn verspricht eine Service-Offensive. Corona bracht Plus bei Krankenversicherungen.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 03. März 2021 (05:34)
Reinhard Pohn (48) ist neuer Regionaldirektor der Generali-Versicherung für Niederösterreich, Wien und Burgenland.
Lukas Lorenz

„Wir sind bisher gut durch die Krise gekommen.“ Das sagt Reinhard Pohn, der neue Regionaldirektor der Generali-Versicherung. Mit 280.000 Kunden in Niederösterreich, einer Prämiensumme von etwa 400 Millionen Euro und 700 Mitarbeitern ist die Generali die drittgrößte Versicherung im Land.

Dabei ist das Segment, in dem Generali Marktführer ist, im Vorjahr eingebrochen: Die Zahl der Kfz-Neuzulassungen ging um 25 Prozent zurück. Pohn rechnet auch auf Sicht damit, dass der Kfz-Anteil am Gesamtergebnis weiter rückläufig sein wird. Allerdings: Andere Bereiche gewinnen massiv an Bedeutung. Vor allem Versicherungen im Gesundheitsbereich, wie private Krankenversicherungen. Diesen Trend gibt es schon seit Jahren. Durch Covid-19 habe er sich aber deutlich beschleunigt, meint Pohn: „Hier haben wir die höchsten Steigerungsraten.“

Auf die Herausforderungen der Zukunft reagiert die Generali heuer mit einer Mitarbeiter-Offensive. Aktuell werden 50 Kundenbetreuerinnen und -betreuer gesucht. Sie werden auch in Zukunft über das Land verteilt in ganz Niederösterreichs im Einsatz sein – an die Schließung von Geschäftsstellen (derzeit 25) ist nicht gedacht. „Eine Versicherung ist immer Vertrauenssache – auch in Zeiten der Digitalisierung“, betont Pohn. Dort, wo die Digitalisierung für die Kunden eine höhere Servicequalität bringe, werde man diese Vorteile aber nutzen.